Über die Forschung am bidt

Das Bayerische Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt) fördert herausragende interdisziplinäre Forschung. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Hochschulen und Institutionen arbeiten bayernweit zu gesellschaftlich relevanten Fragestellungen zusammen. Damit fördert das bidt die Vernetzung und internationale Sichtbarkeit der Digitalisierungsforschung in Bayern. Ergänzend hat das Institut interne Forschungsprojekte gestartet.

Das bidt setzt bei seinen Forschungsvorhaben auf eine agile Projektsteuerung. Die geförderten Teams berichten in regelmäßigen Abständen im Rahmen von „Sprint Reviews“ und Workshops über ihre Fortschritte. Das ermöglicht es den beteiligten Forscherinnen und Forschern, sich innerhalb der Forschungscommunity am bidt zu vernetzen und Einblicke in die internen Forschungsvorhaben zu gewinnen.

Die Themenschwerpunkte der Forschung am bidt sind „Deutschland und Europa im digitalen Wettbewerb“, „Ethik und Recht in der Digitalisierung“, „Meinungsmacht im digitalen Wandel“, „Digital Economies“ und „Mensch-Maschine-Zusammenarbeit und digitale Arbeitswelten“.

Deutschland und Europa im digitalen Wettbewerb

Deutschland und Europa befinden sich in einem globalen digitalen Wettbewerb, insbesondere mit dem US-amerikanischen und dem chinesischen Digitalisierungsmodell. In der öffentlichen Diskussion wird oftmals ein europäischer Weg der Digitalisierung angemahnt, der Innovation und Wettbewerbsfähigkeit mit grundlegenden Rechten und Freiheiten vereinbart. Ein solcher dritter Weg sollte auf den Errungenschaften Europas aufbauen, wie z. B. der digitalen Selbstbestimmung und einer Orientierung wirtschaftlicher Aktivitäten am Gemeinwohl.

Ethik und Recht in der Digitalisierung

Die Digitalisierung durchdringt alle Lebensbereiche: Sie verändert das Leben jedes Einzelnen und das gesellschaftliche Miteinander. Angesichts des technologischen Fortschritts bedarf es ethischer Grundsätze und Verfahren als Leitplanken für digitale Innovationen – bereits von der Konzeption an über Forschung und Entwicklung bis hin zu Produktion und Anwendung. Diese Leitplanken sind keine Innovationsbremse, sondern bieten – um im Bild zu bleiben – Schutz und Sicherheit und schaffen Vertrauen auch bei schneller Fahrt.

Meinungsmacht im digitalen Wandel

Digitale Medien haben die öffentliche Meinungsbildung stark verändert. Einerseits steht es allen Menschen offen, sich zu artikulieren, andererseits sind digitale Räume anfällig für Manipulationen und Falschmeldungen. Damit eine demokratische Kommunikation auch in der digitalen Gesellschaft funktioniert, bedarf es Regeln, die die immer wichtiger werdende Rolle von Intermediären wie sozialen Netzwerken oder Suchmaschinen berücksichtigen.

Digital Economies

Die Digitalisierung ermöglicht neue Formen des Wirtschaftens. Digitale Geschäftsmodelle basieren auf der Nutzung von Daten und haben oft disruptives Innovationspotenzial. Sie bergen aber auch die Gefahr, dass Pioniere ihr Feld dominieren. Angepasste Spielregeln der sozialen Marktwirtschaft können den Möglichkeiten der digitalen Ökonomie Rechnung tragen und dafür sorgen, dass Märkte auch in der digitalen Wirtschaft funktionieren und Innovationspotenziale erschlossen werden.

Mensch-Maschine-Zusammenarbeit und digitale Arbeitswelten

Die Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten, wie Mensch und Maschinen interagieren, in der Arbeitswelt und im Alltag ebenso wie in der Pflege. Neue Technologien können die Arbeit erleichtern sowie Handlungsspielräume und Fähigkeiten von Menschen erweitern. Digitale Innovationen sollten sich stets am Wohl des Menschen und am sozialen Miteinander orientieren, um diese Potenziale ausschöpfen zu können.

Geförderte Projekte

bidt fördert neun Forschungsprojekte zur Digitalisierung

Wie verändern sich Meinungsvielfalt und Meinungsmacht im Internet? Welche Folgen hat das Sozialkreditsystem in China für Deutschland? Wie arbeiten Menschen und Roboter in Zukunft zusammen? Neun Forschungsvorhaben an bayerischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen untersuchen die Folgen des digitalen Wandels.

Mehr über die geförderten Projekte

Interne Projekte

Drei interne Projekte zu den Folgen der Digitalisierung

Mit einem interdisziplinären Ansatz forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am bidt über Digitalisierungsstrategien sowie Fragen der Softwareentwicklung und Rechtspolitik.

Mehr zu den Projekten am bidt

Förderprogramme für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Die im Rahmen des Zentrum Digitalisierung Bayern (ZD.B) eingerichteten Nachwuchsforschungsgruppen, das Doktorandenprogramm und die Innovationslabore für Studierende werden seit April 2020 durch das bidt koordiniert. Die bestehenden Formate sollen fortgeführt und nach Bedarf weiterentwickelt werden.

Die Förderprogramme decken alle Entwicklungsstufen junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ab und richten sich an Studierende (Innovationslabore), Promovierende (Doktorandenprogramm) und Post-Docs (Nachwuchsforschungsgruppen).

Doktorandenprogramm

Das bayernweite Doktorandenprogramm des bidt fördert herausragende Promovierende in für die Digitalisierung relevanten Fächern. Das Programm umfasst einerseits die Förderung von 20 Fellows und andererseits ein breites Kursprogramm, das sich an alle mit dem bidt assoziierten Promovierenden richtet.

Nachwuchs­forschungs­gruppen

Ziel der Nachwuchs­forschungs­gruppen ist die Förderung junger Wissenschaftler­innen und Wissenschaftler nach ihrer Promotion in relevanten Themenfeldern der Digitalisierung. Der Fokus liegt dabei auf dem wissenschaftlichen Austausch der geförderten Gruppen und einen effizienten Einstieg in eine akademische Laufbahn.

Innovationslabore

Mit den Innovationslaboren an verschiedenen Hochschulstandorten wird die Praxis- und Projekterfahrung von Studierenden gefördert. Für Studierende mit Gründungsambitionen wird so die Möglichkeit geschaffen, Innovationen in einem überschaubaren Umfeld zu erproben und prototypisch zu entwickeln.