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E-Government in Europa: Deutschland nur im Mittelfeld

Die eGovernment Benchmark vergleicht und analysiert den Stand der Digitalisierung von Behördendiensten in den europäischen Ländern.

Die von der Europäischen Kommission beauftragte eGovernment Benchmark untersucht und vergleicht die Bereitstellung digitaler Behördendienste in den Mitgliedstaaten der EU sowie weiterer europäischer Staaten.

Der Bewertung liegen die Kriterien Nutzerzentriertheit, Transparenz, technologische Voraussetzungen und grenzüberschreitende Verfügbarkeit zugrunde.

Während sich die Verfügbarkeit und Qualität von E-Government Diensten seit der Coronapandemie 2020 in allen europäischen Ländern deutlich verbessert hat, sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern teils erheblich. Im europäischen Vergleich findet sich Deutschland weit abgeschlagen hinter den Spitzenreitern Malta und Estland lediglich im Mittelfeld wieder.

Insgesamt sieht der Report die EU-Mitgliedsstaaten jedoch auf einem guten Weg zur Erreichung des festgelegten Ziels bis 2030 alle wesentlichen Behördendienste digital anbieten zu können.

Zur Erreichung dieses Ziels formuliert der Report entsprechende Handlungsempfehlungen. So soll die Nutzung von E-Government Diensten allgemein niedrigschwelliger werden um auch Bürgerinnen und Bürgern mit geringer Digitalkompetenz den Zugang zu ermöglichen. Außerdem soll der Zugang zu verschiedenen digitalen Behördendiensten über eine zentrale Anlaufstelle erfolgen können sowie die Interoperabilität zwischen verschiedenen Behörden und Regierungsebenen verbessert werden.