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Großer Nachholbedarf bei der Datenwirtschaft deutscher Unternehmen

Der Branchenverband Bitkom untersucht mit seiner Befragung von 604 Unternehmen den Stand der datengetriebenen Wirtschaft in Deutschland.

Ergebnis der Untersuchung ist, dass die Datenwirtschaft in Deutschland noch stark ausbaufähig ist. Nur 16 % der befragten Unternehmen sehen sich selbst im Mittelfeld und nur ein Prozent bezeichnet sich als Vorreiter bei datengetriebenen Geschäftsmodellen. Mehr als ein Drittel identifizieren sich als Nachzügler und fast 20 % der Befragten haben nach eigenen Angaben den Anschluss bei dieser Geschäftsform verpasst. Fast ein Viertel der Befragten hat sich noch nicht mit dieser Thematik auseinandergesetzt.

Dabei profitieren 27 % der Betriebe nach Selbsteinschätzung stark bis sehr stark von Daten, gleichzeitig nimmt die Bedeutung von Daten für den betrieblichen Erfolg weiter zu. In den nächsten zwei Jahren erwarten mehr als die Hälfte derjenigen Firmen, die derzeit noch nicht mit Daten arbeiten, eine Entwicklung hin zu datengetriebenen Geschäftsmodellen.

Fast zwei Drittel der Unternehmen sind zudem bisher kein Teil der Data-Sharing-Economy. Das heißt, dass sie ihre Daten nicht mit anderen Betrieben teilen. Die Hauptprobleme beim Datenaustausch seien die Unvereinbarkeit verschiedener Datensätze miteinander, fehlende Partner und rechtliche Unsicherheiten. Für über die Hälfte der befragten Unternehmen sind Datenräume zum einfacheren Teilen von Daten kein Thema. Zumindest 15 % planen jedoch, solche im Betrieb einzuführen.