DDie Studie „Agents, robots, and us: How AI reshapes work and skills in Europe“ vom McKinsey Global Institute untersucht die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz und Automatisierung auf den europäischen Arbeitsmarkt. Grundlage der Analyse sind Daten aus zehn europäischen Volkswirtschaften sowie rund neun Millionen Berufs-, Tätigkeits- und Kompetenzkombinationen.
Unter den untersuchten Ländern weist Deutschland mit bis zu 486 Milliarden US-Dollar das größte Produktivitätspotenzial durch KI, Automatisierung und Robotik auf. Europaweit beläuft sich dieses Potenzial auf rund 1,9 Billionen US-Dollar. Ausschlaggebend für das große Potenzial sind neben der Größe der deutschen Volkswirtschaft, insbesondere der hohe Anteil an Tätigkeiten, bei denen eine enge Zusammenarbeit mit autonomen KI-Agenten oder Robotern möglich ist.
Das größte Produktivitätspotenzial liegt dabei im verarbeitenden Gewerbe (112 Milliarden US-Dollar), gefolgt vom Handel (58 Milliarden US-Dollar), der öffentlichen Verwaltung (57 Milliarden US-Dollar) sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen (51 Milliarden US-Dollar).
Laut der Studie könnten mit den bereits heute verfügbaren Technologien wie KI und Robotern rund 59 % der geleisteten Arbeitsstunden in Deutschland technisch automatisiert werden. Dies beschreibt jedoch nur die technische Machbarkeit und stellt keine Prognose für den Abbau von Arbeitsplätzen dar. Stattdessen verändern sich Tätigkeiten, indem einzelne Aufgaben automatisiert und neue Aufgaben übernommen werden. Entsprechend steigt der Bedarf an KI-Kompetenzen deutlich.
Seit 2023 hat sich die Nachfrage nach KI-Kompetenzen, der Fähigkeit, KI-Systeme im Arbeitsalltag sinnvoll einzusetzen, in Deutschland versechsfacht. Gleichzeitig bleiben rund 86 % der menschlichen Fähigkeiten, insbesondere soziale Kompetenzen wie Empathie, Führung und Resilienz, weiterhin relevant.


