Eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation im Auftrag der Techniker Krankenkasse untersuchte zwischen 2022 und 2023 die Auswirkungen des unternehmenseigenen FlexOffice-Modells auf die Produktivität und Zufriedenheit von rund 11.000 Beschäftigten in den Bereichen Sachbearbeitung und Kundenkontakt. Als Produktivitätsmaßstab diente die Anzahl bearbeiteter Kundenanliegen und geführter Telefonate. Die Studie zeigt, dass die Produktivität der Beschäftigten im Homeoffice im Durchschnitt rund 20 % über dem Niveau im Büro lag.
Der positive Produktivitätseffekt steigt jedoch nicht linear. Ab einem Homeoffice-Anteil von rund 60 % sinkt die Gesamtproduktivität wieder. Als Ursache identifiziert die Studie den abnehmenden fachlichen und sozialen Austausch in Präsenz, der sowohl den Informationsfluss als auch die Teamkultur beeinträchtigt. Die Ergebnisse legen nahe, dass eine ausgewogene Kombination beider Arbeitsorte produktivitätsoptimal ist, wobei der genaue Kipppunkt je nach Unternehmen und Tätigkeitsbereich variieren kann.
Darüber hinaus zeigt die Studie einen positiven Zusammenhang zwischen der Möglichkeit zum Homeoffice und der Mitarbeiterzufriedenheit. 93 % der Befragten gaben an, dass die Arbeit von zu Hause die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtert. 81 % berichteten zudem von einer Verringerung von Stress und alltäglichen Belastungen.


