Die Ergebnisse einer telefonischen Befragung unter 1.003 Personen ab 16 Jahren in Deutschland, darunter 550 Erwerbstätige, zeigen, dass Künstliche Intelligenz für viele Beschäftigte bereits zum Arbeitsalltags gehört. 38 % der Erwerbstätigen haben über ihren Arbeitgeber Zugang zu KI-Anwendungen. Insgesamt nutzen 27 % die angebotenen KI-Werkzeuge aktiv, während 11 % zwar Zugriff haben, diese bislang jedoch nicht einsetzen. Rund ein Drittel der Beschäftigten gibt hingegen an, dass im Unternehmen keine KI-Anwendungen zur Verfügung stehen. Weitere 26 % vermuten, dass ihr Arbeitgeber keine entsprechenden Angebote bereitstellt.
Gleichzeitig schätzen viele Beschäftigte das Potenzial von KI als hoch ein. 23 % halten ihre eigene Tätigkeit weitgehend für durch KI ersetzbar. Noch häufiger wird dies für Führungspositionen angenommen: 29 % sind der Ansicht, dass die Aufgaben ihrer Vorgesetzten größtenteils von einer KI übernommen werden könnten. Darüber hinaus berichten 22 %, dass in ihrem Unternehmen Stellen bereits nicht mehr nachbesetzt oder abgebaut werden, weil entsprechende Aufgaben durch KI erledigt werden.
Der Digitalverband Bitkom bewertet diese Entwicklung jedoch nicht ausschließlich als Risiko für Beschäftigte. Vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels könne KI dazu beitragen, personelle Engpässe auszugleichen. Voraussetzung dafür sei, Beschäftigte frühzeitig auf veränderte Anforderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten, Qualifizierungsangebote auszubauen und transparent zu kommunizieren, wie sich Tätigkeiten durch den Einsatz von KI verändern.


