Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung untersuchte 2025 in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung und der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung die potenziellen Effekte von Künstlicher Intelligenz (KI) auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die modellbasierte 15-Jahres-Prognose analysiert dabei die Auswirkungen von KI auf Wertschöpfung und Beschäftigung.
Die Ergebnisse sagen erhebliche ökonomische Effekte voraus. Es wird angenommen, dass sich durch den KI-Einsatz das jährliche Wirtschaftswachstum im Durchschnitt um 0,8 Prozentpunkte erhöht, was zu einer deutlich höheren Wertschöpfung führen würde. Das Gesamtniveau der Beschäftigung verbleibt in der Projektion auf einem ähnlichen Niveau. Zwar wird ein struktureller Abbau von Arbeitsplätzen durch KI erwartet, dieser könnte jedoch durch den Zuwachs an Stellen im Zuge neuer Geschäftsmodelle weitgehend ausgeglichen werden. Statt ausschließlich negativer oder positiver Effekte zeigen sich in der Prognose primär Verschiebungen in spezifischen Bereichen.
Da Deutschland bis 2040 aus demografischen Gründen voraussichtlich rund eine Million Erwerbstätige verlieren wird, könnte KI als Brücke dienen, um trotz schrumpfender Bevölkerung den Wohlstand zu sichern. Das Eintreten dieser positiven Beschäftigungseffekte hängt jedoch stark davon ab, ob deutsche Unternehmen erfolgreich neue Produkte und Geschäftsmodelle auf KI-Basis entwickeln.
Trotz KI-Einsatz langfristig nahezu gleichbleibendes Arbeitsplatz-Niveau
Die Arbeitsmarktstudie untersucht im Rahmen einer modellbasierten 15-Jahres-Projektion, wie sich unter dem Einfluss von Künstlicher Intelligenz die deutsche Wirtschaft und ihr Arbeitsmarkt entwickeln könnten.
Veröffentlicht: 2025Herausgeber: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Bundesinstitut für Berufsbildung, Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung


