Die Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) basiert auf der Befragung von 815 Unternehmen im Rahmen der 36. Welle des IW-Personalpanels und wurde auf alle privatwirtschaftlichen Betriebe mit mindestens einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten hochgerechnet. Seit 2022 wurde bei knapp einem Drittel der Beschäftigten in Deutschland mindestens eine neue KI-Anwendung am Arbeitsplatz eingeführt. Am häufigsten kommen diese im Bereich der automatischen Datenverarbeitung und Texterkennung zum Einsatz.
In Unternehmen mit etablierten KI-Lösungen berichten rund 40 % von gesteigerter Produktivität. Beschäftigte mit längerer Erfahrung im Umgang mit KI geben zudem deutlich häufiger an, dass ihre Arbeitsleistung zwischen 2022 und 2024 gestiegen ist (45 %), während dies bei Nichtnutzenden nur 32 % berichten. Bei neu eingeführten Anwendungen fällt die Bilanz gemischter aus: Während viele positive Effekte sehen, berichten 15 % von Leistungseinbußen.
Die Studie zeigt, dass der Zusammenhang zwischen KI-Nutzung und Leistungssteigerung stark von Qualifikation und Erfahrung der Beschäftigten abhängt. Fachkräfte profitieren häufiger von den neuen Technologien als geringqualifizierte Beschäftigte. Die Autoren folgern, dass eine Eingewöhnungsphase sowie gezielter Kompetenzaufbau entscheidend sind, um das Potenzial von KI langfristig und effektiv zu nutzen.


