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Junge EuropäerInnen sehen negative Folgen durch den Einsatz von KI

Das Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft untersucht in seiner Studie zusammen mit dem Goethe-Institut die Haltung junger Europäerinnen und Europäer zu Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung. 70 % der 3.000 Befragten befürchten, dass ihre Daten im Netz unrechtmäßig weitergegeben oder missbraucht würden.

Diese Furcht erstreckt sich auch auf die Art der Datensammlung sozialer Medien: 63 % der jungen Erwachsenen glauben, dass dadurch die Demokratie zumindest teilweise Schaden nehmen könne.

Über die Hälfte der Befragten sorgt sich, dass ihre Onlinenutzungsdaten an ihre Länderregierungen gelangen könnten, und mehr als ein Drittel befürchtet, dass ihre Regierungen Künstliche Intelligenz nicht zum Wohle der Gesellschaft einsetzen würden.
Dabei unterschätzen die Befragten, wie und welche Daten gesammelt werden. So glauben 57 % der jungen Erwachsenen, dass keine Daten zur politischen Haltung gesammelt würden, und 68 % nehmen an, dass ihre religiöse Einstellung nicht ermittelt werde.

Künstliche Intelligenz habe den Befragten zufolge auch negative Auswirkungen auf die Arbeitswelt. 47 % der jungen Europäerinnen und Europäer erwarten, dass Arbeitsplätze verloren gehen, und nur 26 % glauben, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz neue Stellen schaffen werde.