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Homeoffice-Potenzial ausgeschöpft und teilweise überstrapaziert

Das Bayerische Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt) untersucht in seiner Studienreihe „Digitalisierung durch Corona?“ das Angebot und die Nutzung von Homeoffice. Die dritte Befragung vom Februar 2021 fokussierte sich vor allem auf die Folgen der Arbeitsschutzverordnung.

Die Arbeitsschutzverordnung galt vom 27. Januar bis einschließlich 30. Juni 2021. Sie sah vor, dass diejenigen, die ihre Tätigkeit im Homeoffice ausführen könnten, dies mit der Ausnahme „zwingender Gründe“ auch mussten.

Mit 61 % der Befragten glaubte eine Mehrheit daran, dass die Homeoffice-Nutzung durch die Verordnung zunehmen würde. Tatsächlich wurde das Homeoffice-Angebot für 34 % der befragten Erwerbstätigen ausgeweitet. Mehr als ein Viertel der Befragten wollte dieses zusätzliche Angebot auch nutzen.

Dennoch legte diese Entwicklung offen, dass Homeoffice nicht für alle Berufsfelder und Personen gleichermaßen realisierbar ist. Fast 40 % der Befragten gaben an, dass ihre Tätigkeit kein Homeoffice zulasse. Nur 19 % der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer könnten ihre Tätigkeit (fast) ausschließlich im Homeoffice bewerkstelligen. Doch 26 % der Befragten arbeiteten bis zum Befragungsende (fast) ausschließlich von zu Hause aus. Dies zeigt, dass das Potenzial von Homeoffice im Februar 2021 nicht nur erreicht, sondern teilweise überstrapaziert war.