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Homeoffice im internationalen Vergleich

Im europäischen Vergleich arbeiten Erwerbstätige in Deutschland besonders häufig im Homeoffice.

bidt Themenmonitor

Das ifo Instituts zeigt in einer Studie zum Thema Homeoffice unter Arbeitnehmern mit Hochschulabschluss zwischen 20 und 65 Jahren in 40 Ländern, im Zeitraum von November 2024 bis Februar 2025, dass Menschen in Deutschland im Schnitt 1,6 Tage pro Woche von zu Hause aus arbeiten. Damit liegt die Homeofficenutzung der Beschäftigte in Deutschland deutlich über dem globalen Durchschnitt von 1,2 Tagen Homeoffice pro Woche bei Vollzeitbeschäftigten mit mindestens sechs Arbeitsstunden am Tag.

Im internationalen Vergleich arbeiten Beschäftigte in Kanada mit 1,9 Tagen pro Woche am häufigsten im Homeoffice. Am unteren Ende liegen Südkorea mit 0,5 Tagen Heimarbeit sowie China und Griechenland mit jeweils 0,6 Tagen pro Woche. Viele europäische Länder bewegen sich dagegen auf einem ähnlichen Niveau wie Deutschland: Den europäischen Spitzenreiter Vereinigtes Königreich (1,8 Tage) und den EU-Spitzenreiter Finnland (1,7 Tage) trennen von Deutschland lediglich 0,2 beziehungsweise 0,1 Tage pro Woche.

Insgesamt teilen Beschäftigte mit Kindern ihre Arbeitswoche häufiger zwischen Homeoffice und Arbeitsplatz auf, während Arbeitnehmer ohne Kinder öfter entweder vollständig zu Hause oder vollständig im Büro arbeiten. Zwar ist die Quote der Homeofficenutzung in fast allen Ländern bei Männern und Frauen gleich, der Wunsch nach Homeoffice ist jedoch bei Frauen mit Kindern stärker ausgeprägt als bei Frauen ohne Kinder. Auch wenn einzelne Unternehmen ihre Angestellten wieder verstärkt ins Büro zurückholen, zeigt sich international, dass der Anteil an Homeofficenutzung seit 2023 weitgehend konstant geblieben ist.