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Homeoffice etabliert sich als wirtschaftlicher Entscheidungsfaktor

Das Bayerische Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt) untersucht in seiner Studienreihe „Digitalisierung durch Corona?“ das Angebot und die Nutzung von Homeoffice. In der vierten Befragung vom Mai 2021 konnten insbesondere die Auswirkungen der im April 2021 in Kraft getretenen Homeoffice-Regelungen ermittelt werden.

Die bis dato strengsten Homeoffice-Regelungen in Deutschland haben die Inanspruchnahme von Homeoffice nochmals leicht erhöht: 52 % der Befragten befinden sich im Mai 2021 mindestens gelegentlich im Homeoffice. Fast die Hälfte arbeitet mehrmals wöchentlich von zu Hause aus. Damit ist das Potenzial bei den Mehrfachnutzenden ausgeschöpft.

Nach der Pandemie wollen 55 % der Berufstätigen mindestens ab und an im Homeoffice arbeiten und denken, dass dies mit ihrer Erwerbstätigkeit vereinbar ist. 80 % der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, für die Homeoffice grundsätzlich möglich scheint, bemerkten eine verbesserte Einstellung ihrer Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber gegenüber Homeoffice.

Für einen künftigen Jobwechsel wird die Möglichkeit zum Homeoffice zusehends wichtiger für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Daher sollten Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber den durch die Pandemie begünstigten Homeoffice-Trend beibehalten und nach Corona weiter Homeoffice anbieten. In Verbindung mit Präsenzarbeit sollte das Homeoffice zukünftig zur Regel werden, um langfristig gute Fachkräfte zu halten und deren Arbeitszufriedenheit nicht zu mindern.