Seit der Coronapandemie ist Homeoffice in der Mitte der Gesellschaft angekommen. War die Nutzung von Homeoffice vor 2020 oft nur eine Notlösung oder ein spezielles Modell für einzelne Arbeitnehmer, ist es mit dem Aufkommen der Pandemie zu einem festen Bestandteil der Arbeitswelt in Deutschland geworden. Soweit es die Tätigkeiten zulassen, gibt es inzwischen meist das Angebot oder die Möglichkeit, zumindest einzelne Arbeitstage von zu Hause aus zu arbeiten.
Eine Befragung unter 1.503 Arbeitnehmenden im Oktober und November 2024 im Auftrag der DEKRA verdeutlicht dies: 24 % der Beschäftigten in Deutschland arbeiten an ausgewählten Tagen im Homeoffice. 15 % arbeiten überwiegend oder ausschließlich von zu Hause aus.
Dabei gibt es unter Anderem branchenabhängige Unterschiede. So geben 67 % der Befragten, die bei ihrem Arbeitgeber vor Ort arbeiten an, mindestens an ausgewählten Tagen von zu Hause aus zu arbeiten. Außerdem zeigt die Befragung, dass Beschäftigte in größeren Betrieben mit mehr als 500 Angestellten tendenziell häufiger von zu Hause arbeiten können, als Angestellte in kleineren Betrieben.
Angestellte, die zumindest zeitweise im Homeoffice arbeiten, sehen darin verschiedene Vorteile. So schätzen 89 % den Wegfall des Arbeitswegs. 73 % empfinden es als angenehm, zu Hause in bequemer Kleidung arbeiten zu können. 68 % nennen die flexible Einteilung der Arbeitszeiten als positiven Aspekt. Trotz dieser Vorteile fehlt 45 % der im Homeoffice Beschäftigten der direkte, persönliche Kontakt mit den Kollegen. Zudem geben 68 % der Befragten an, schon einmal krank aus dem Homeoffice gearbeitet zu haben. Auch Verspannungen, Rücken- sowie Kopfschmerzen sind für 21 % der Befragten ein Problem. Auch berichten 21 % der Befragten Homeoffice-Nutzenden von Störungen aufgrund ihre Wohnsituation. Beispiele dafür sind Lärm von außen, Störungen durch die eigene Familie oder Nachbar.


