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Grundlegende Aufgaben im Internet sind für ältere Menschen kein Problem

Die Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs) untersucht zusammen mit der Arbeitsgruppe Gerontologie der Universität Heidelberg und der Katholischen Hochschule Freiburg die Mediennutzung von älteren Personen. Hierzu wurden über 3.000 Personen in Deutschland ab 60 Jahren befragt.

Ergebnisse der Studie sind, dass 83 % der Menschen ab 60 einen Internetanschluss haben, Dreiviertel dieser Gruppe einen Computer besitzen und 72 % ein Smartphone. 60 % aller Befragten trauten sich zu, zumindest grundlegende Aufgaben im Internet zu bewältigen. Jedoch gab weniger als die Hälfte an, speziellere Suchanfragen zum Thema Gesundheit durchführen zu können und weniger als ein Drittel der mindestens 60-Jährigen traut sich eine Videokommunikation mit einer Ärztin oder einem Arzt zu. Nur 14 % sehen sich in der Lage, technische Probleme selbst zu lösen.

Jedoch gehen die Befragten sehr unterschiedlich mit der Digitalisierung um. Menschen mit höherem Bildungsgrad, höherem Einkommen und Berufen, die zumindest anteilig online ausgeübt werden, zeigen generell mehr Offenheit gegenüber digitalen Technologien. Das Alleinleben wirke sich ebenso negativ auf die Offenheit und digitalen Kompetenzen aus.

Menschen ab 80 Jahren und Menschen, die nie alleine online sind, nahmen zudem eine stärkere Abnahme ihres Gesundheitszustandes wahr als jüngere Personen oder Menschen, die online interagierten.