| Themenmonitor | Gesellschaft & Bildung | Zögerliche Verankerung von Medien- und KI-Kompetenzen im Lehramtsstudium

Zögerliche Verankerung von Medien- und KI-Kompetenzen im Lehramtsstudium

Medien- und KI-Kompetenzen sind 2025 stärker im Lehramtsstudium verankert, doch der Fortschritt bleibt hinter den bildungspolitischen Zielen zurück.

bidt Themenmonitor

Die Kultusministerkonferenz hat sich 2016 das Ziel gesetzt, digitalisierungsbezogene Kompetenzen verbindlich in allen Lehramtsstudiengängen zu verankern, sowohl in den Bildungswissenschaften als auch in den fachbezogenen Inhalten. Zwischen Oktober 2024 und Januar 2025, acht Jahre nach Veröffentlichung dieser Strategie, untersuchte die Studie auf Grundlage von Selbstauskünften der Länder und Hochschulen, inwieweit die Umsetzung fortgeschritten ist.

Erkennbare Fortschritte gibt es vor allem bei der Verankerung des Themas „Medienkompetenz in einer digitalen Welt“ als obligatorischer Bestandteil im Lehramtsstudium. Dennoch ist die Auseinandersetzung mit dem Thema an rund einem Drittel der Hochschulen weiterhin nicht für alle Lehramtsstudierenden verbindlich. Zudem fehlt an über der Hälfte der Hochschulen nach wie vor eine Integration von Medienkompetenz in den Bildungswissenschaften und Fachdidaktiken, auch wenn hier langsame Fortschritte sichtbar sind.

Im Bereich der Künstlichen Intelligenz zeigt sich im Lehramtsstudium bislang nur ein sehr geringer Entwicklungsstand. Flächendeckende politische Vorgaben, KI-Kompetenzen verbindlich und fächerübergreifend im Studium zu verankern, existierten im Herbst/Winter 2024/25 lediglich in einem einzigen Bundesland. Auch auf Hochschulebene ist das Angebot noch überschaubar. Zum Erhebungszeitpunkt bot nur etwa jede vierte Hochschule Wahlfächer für Lehramtsstudierende an, in denen KI im Mittelpunkt stand.