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Schülerinnen und Schüler lehnen Handyverbot an Schulen ab

Obwohl den Jugendlichen die Risiken der Smartphone-Nutzung im Schulalltag durchaus bewusst sind, überwiegen für die Mehrheit die Vorteile wie eine vereinfachte Kommunikation, Lernunterstützung sowie der Wunsch nach Eigenverantwortung.

bidt Themenmonitor

Für die Postbank Jugend-Digitalstudie wurden im September 2025 1.000 Jugendliche in Deutschland zwischen 16 und 18 Jahren zu ihrem Nutzungsverhalten und ihren Einstellungen gegenüber digitalen Medien sowie unter anderem nach einem Handyverbot an Schulen befragt.

92 % der befragten Jugendlichen nutzen ein Smartphone und verbringen durchschnittlich rund 65,5 Stunden pro Woche mit digitalen Endgeräten im Internet. Trotz eines leichten Rückgangs gegenüber der COVID-19-Zeit in den Jahren 2020 und 2021 bleibt das Nutzungsniveau, insbesondere bei mobilen Geräten, hoch. Aktuelle Studien legen einen Zusammenhang zwischen der hohen Handynutzung und den PISA-Ergebnissen nahe. Vor diesem Hintergrund wird der Ruf nach einem Handyverbot an Schulen in der Öffentlichkeit lauter.

Die Mehrheit der Jugendlichen lehnt ein solches Verbot jedoch ab. Als Hauptargument nennen 60 % der Befragten die Möglichkeit zur schnellen Kommunikation mit Familie und Freunden. 55 % heben die Nützlichkeit von Smartphones für Lernzwecke und Recherchen hervor, und 54 % der Jugendlichen sind der Überzeugung, eigenverantwortlich mit dem Gerät umgehen zu können. Dabei zeigen sich Geschlechterunterschiede. Junge Frauen betonen sowohl den Kommunikationsaspekt als auch das Argument der Selbstbestimmung stärker als junge Männer. Sie verbringen mit 41 Stunden pro Woche zudem mehr Zeit online als ihre männlichen Mitschüler (34,3 Stunden).

Gleichzeitig sehen 71 % der Jugendlichen, vor allem Mädchen, in einem Verbot eine Möglichkeit, Ablenkungen im Unterricht zu reduzieren. 67 % denken, es würde die Konzentration verbessern, und 53 % erwarten weniger Stress durch eine reduzierte Erreichbarkeit.