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Große Unterschiede bei der Digitalisierung der Gesellschaft nach Bundesland

Das Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) untersucht in einer Sonderauswertung des Deutschland-Indexes der Digitalisierung die Entwicklung der Digitalisierung in den einzelnen Bundesländern.

Die Forschenden konnten keine Schere mehr zwischen Ost- und Westdeutschland wie in den vorherigen Jahren feststellen. Die einzelnen Ergebnisse der Länder lassen dennoch große Unterschiede erkennen.

Die Digitalisierung des Alltagslebens hat in weiten Teilen Deutschlands seit 2019 sogar abgenommen. Führten 2017 und 2019 noch die drei Stadtstaaten das Ranking an, so wurde Bremen 2021 zum digitalen Vorreiter, gefolgt von Bayern und Sachsen-Anhalt. Nur vier Länder haben sich im Ranking im Vergleich zu 2019 verbessert. Grund hierfür sei aber ein relativer Schwund zu den starken Wachstumswerten der Vorjahre.

Mit Ausnahme der Länder Bremen, Berlin und Schleswig-Holstein stieg die Zahl der Informatikstudienanfängerinnen und -anfänger bundesweit deutlich an. In allen Ländern nahm die Anzahl der IT-Auszubildenden zu.

Gleichzeitig nimmt die Förderung der Forschung zu Digitalthemen ab. 2021 betrugen die Fördermittel des Bundes nur die Hälfte dessen was 2019 in IT-Projekte investiert wurde. In den Vorreiterländern dieser Kategorie (Bremen, Sachsen und Berlin) wurden zu diesem Zweck zwischen 15 und 16.50 Euro pro Bürgerin und Bürger ausgegeben. In Mecklenburg-Vorpommern wurde im Vergleich nur ein Euro pro Person investiert.