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Fachwissen für erfolgreiche Digitalisierung vonnöten

Eine empirische Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung untersucht die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Produktion und das Ausbildungswesen. Hierzu wurden 55 Interviews mit Beschäftigten in Produktionsbetrieben geführt und ausgewertet.

Digitalisierung in Unternehmen bedeutet häufig Vernetzung und damit eine intensivierte Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Arbeitsbereichen. Die Angestellten müssten dazu nicht nur ihre eigenen Berufsfelder weiterhin mit hoher Expertise beherrschen, sondern darüber hinaus auch in der Lage sein, mit Expertinnen und Experten anderer Felder in engen Austausch zu treten. Die Qualifizierungen von Fachkräften zugunsten einer digitalen Steuerung abzubauen sei demnach kontraproduktiv. Dies machen die Studienverantwortlichen am Fall eines Unternehmens fest. Hier zeigt sich deutlich, dass Fachwissen zwingend nötig sei, um kritisches Denken bei den Beschäftigten gegenüber Produktionsprozessen und Anweisungen beizubehalten.

Demnach fordern die Studienverantwortlichen, dass das Ausbildungssystem auch in Zukunft auf die Vermittlung einer hohen fachlichen Expertise ausgelegt ist. Um dynamischen Entwicklungen wie der Digitalisierung gerecht zu werden, sollte der Fokus stärker auf die Vermittlung von berufsspezifischem Wissen im Betrieb gelegt werden.