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Europaweit positive Homeoffice-Bilanz

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) legt mit seiner Studie eine Bestandsaufnahme der immer flexibler werdenden Arbeit in Europa und den USA vor. Dazu wurden zahlreiche Studien zu Homeoffice und anderen Alternativen zusammengefasst.

So arbeiteten in Europa vor Ausbruch der Pandemie durchschnittlich 11 % gelegentlich von zu Hause aus. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern waren und blieben groß: In Schweden arbeitete vor Ausbruch der Pandemie bereits fast ein Drittel der Berufstätigen gelegentlich im Homeoffice, in Bulgarien nur 1 %. In Deutschland arbeiteten 13 % aller Erwerbstätigen mindestens gelegentlich im Homeoffice. Bedingt durch die später erlassene Pflicht zum Homeoffice übte fast die Hälfte aller deutschen Beschäftigten zumindest teilweise ihren Beruf von zu Hause aus. Der europaweite Durchschnitt an zeitweise im Homeoffice Arbeitenden stieg parallel hierzu auf 42 % an.

Über alle untersuchten Länder hinweg zeichnet sich eine eher positive Bilanz von Homeoffice ab. Dies werde wahrscheinlich dazu führen, so die Autoren der Studie, dass sich Homeoffice im Arbeitsalltag auch nach der Pandemie etablieren werde.

Konflikte entstünden vor allem in kleineren Betrieben. Hier wünsche sich die Betriebsleitung eher eine Rückkehr zur Präsenzarbeit, wohingegen die Beschäftigten zumindest die gelegentliche Arbeit von zu Hause aus bevorzugten.