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Digitale Kluft in der deutschen Gesellschaft

Das bidt-SZ-Digitalbarometer liefert Befragungsdaten zum Stand der digitalen Transformation in Deutschland. Dafür wurden zwischen August und September 2021 über 9.000 in Deutschland lebende Personen ab 14 Jahren zu den Themen Nutzungsverhalten, digitale Kompetenzen, digitale Transformation der Arbeitswelt, E-Government und Künstliche Intelligenz befragt.

Die Kompetenzen wurden mithilfe eines Selbsteinschätzungstests gemessen, in dem 100 Punkte erreicht werden konnten. Der Durchschnitt der deutschen Wohnbevölkerung ab 14 Jahren erreichte nur 55 Punkte. Insgesamt wurden fünf verschiedene Kompetenzbereiche nach dem Kompetenzrahmen DigComp der Europäischen Kommission untersucht. Dabei wurde die höchste Punktzahl im Bereich „Umgang mit Informationen und Daten“ mit 63 Punkten erzielt. Im Bereich „Erzeugen von digitalen Inhalten“ wurden mit 45 die wenigsten Punkte erreicht.

Bei der digitalen Transformation der Arbeitswelt zeigt sich, dass die Größe des Unternehmens für die Möglichkeiten zu Fort- und Weiterbildung zum Thema Digitalisierung entscheidend ist. So bewertet die Mehrheit der Berufstätigen in großen Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten die Weiterbildungsmöglichkeiten als gut. In kleinen Unternehmen mit bis zu 249 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind es hingegen nur 36 %.

Insgesamt zeigt die Studie eine digitale Kluft in Deutschland auf, die vor allem zwischen jungen und alten Menschen sowie niedrig und höher Gebildeten verläuft und sich an der Größe des Haushaltsnettoeinkommens festmachen lässt. Aus diesem Grund empfiehlt die Studie unter anderem, zielgruppengerechte Bildungsangebote zu schaffen und die Weiterbildungsmöglichkeiten in Unternehmen zu fördern.