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Digitale Bildung braucht schnelles und zukunftsorientiertes Handeln

Die Konrad-Adenauer-Stiftung skizziert in ihrem Diskussionspapier den Status quo der digitalen Bildung in Deutschland und zeigt auf, was bei der digitalen Bildung in den kommenden zehn Jahren beachtet werden sollte. Die Ergebnisse stehen insbesondere vor dem Hintergrund der Coronapandemie.

Die Pandemie zeigte vor allem eine fehlende digitale Infrastruktur im Bildungssektor auf. Daher müssten bis 2022 neue digitale Lehrmaterialien angeschafft und die Lehrkräfte in ihrer Handhabung fortgebildet werden. Wichtig sei zudem, die neuen Technologien bereits in der Lehramtsausbildung fest zu verankern, denn auf die Lehrkräfte komme es beim Thema Digitalisierung ganz besonders an. Dabei gilt es zu vermitteln, dass die Digitalisierung die Bedeutung der Lehrkräfte insgesamt nicht verringere, sondern den Beruf inhaltlich und methodisch lediglich verändere.

Kooperatives, fachübergreifendes und individuelles Lernen sollten den traditionellen Frontalunterricht vermehrt ergänzen. Dabei könne die Pandemie als Anlass genommen werden, deutschlandweit vergleichbare Lernstandards zu erreichen, bestehende Strukturen zu überdenken und den Bildungsbegriff neu zu definieren.