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Deutschland bei der Digitalisierung EU-weit nur Mittelmaß

Die Europäische Kommission untersucht seit 2014 jährlich den Digitalisierungsfortschritt der EU-Mitgliedstaaten. Der Digital Economy and Society Index 2021 (ein digitaler Wirtschafts- und Gesellschaftsindex) beruht auf Daten des Jahres 2020.

Fünf Hauptfaktoren bestimmen die Einstufung eines Landes: Humankapital, Konnektivität, Integration digitaler Technologien, digitale öffentliche Dienstleistungen und die Forschung wie Entwicklung des IKT-Sektors.

Die am stärksten digitalisierten Länder sind derzeit Dänemark, Finnland und Schweden. Die Schlusslichter des Rankings bilden Rumänien, Bulgarien und Griechenland. Deutschland nimmt unter den 27 EU-Mitgliedstaaten nur den elften Platz ein.

Dabei erzielt Deutschland in mehreren Kategorien gute Ergebnisse: Deutschland belegt den zweiten Platz bei der allgemeinen Breitbandfestnetzanbindung und hat überdurchschnittlich viel Humankapital zu bieten.

Dennoch fehlen viele IKT-Arbeitskräfte, was unter anderem zu schlecht oder nicht integrierten Technologien in den Unternehmen führt. Auch die Digitalisierung der Verwaltung verbessert sich nur schleppend.

Entsprechend ist mehr als die Hälfte der Digitalisierungsinvestitionen des deutschen Aufbau- und Resilienzplans für die Verwaltung bestimmt. Das Gesamtbudget des Plans beträgt 26,5 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte wird in die Digitalisierung Deutschlands investiert.