Die Ergebnisse einer repräsentativen telefonischen Befragung unter 1.004 Eltern von Kindern zwischen 6 und 18 Jahren zeigen deutliche Defizite bei der Digitalisierung deutscher Schulen. Eine große Mehrheit (85 %) ist der Ansicht, dass Schulen Kinder und Jugendliche nicht ausreichend auf die digitale Arbeitswelt vorbereiten. Entsprechend hoch ist der Handlungsdruck: Rund zwei Drittel der Eltern (65 %) fordern deutlich mehr Investitionen in die digitale Ausstattung der Schulen.
42 % der Befragten bewerten die digitale Gestaltung des Schulunterrichts, etwa durch digitale Lernplattformen, interaktive Whiteboards oder den Einsatz von KI, lediglich mit Note 3,3. Der Digitalisierungsstand wird von 32 % sogar nur als „ausreichend“ oder schlechter eingeschätzt. „Gut“ oder „sehr gut“ fällt das Urteil lediglich bei 21 % der Befragten aus.
Neben technischer Ausstattung wünschen sich Eltern auch eine stärkere inhaltliche Vermittlung digitaler Kompetenzen. 79 % sprechen sich dafür aus, Medien- und Digitalkompetenz fest in die Lehrpläne zu integrieren. Rund ein Viertel der Eltern (24 %) wünscht sich Unterricht zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz, und sogar 62 % sprechen sich für Informatik als Pflichtfach aus. Allerdings sehen viele Eltern Defizite bei den Lehrkräften: 69 % halten diese für nicht ausreichend geschult, weshalb 63 % verpflichtende Weiterbildungen im Bereich digitaler Kompetenzen fordern.


