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Hälfte der Jugendlichen berichtet von Cybermobbing-Erfahrung

Cybermobbing stellt eine große Gefahr für die psychische Gesundheit von Jugendlichen dar.

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Die aktuelle SINUS-Jugendstudie 2024/25, die im Auftrag der BARMER durchgeführt wurde, zeigt, dass Cybermobbing unter Jugendlichen eine zunehmende Gesundheitsgefahr darstellt. Von den 2.000 repräsentativ befragten Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren gaben 62 % an, bereits Erfahrungen mit Cybermobbing gemacht zu haben. 53 % gaben an Zeuge von Cybermobbing geworden zu sein. 16 % waren selbst bereits Betroffene (Opfer) und 5 % Täter. 28 % der Befragten haben nach eigenen Angaben noch keine Erfahrungen mit Cybermobbing gemacht.

Am häufigsten findet Cybermobbing über WhatsApp (50 %), TikTok (43 %) und Instagram (38 %) statt. Weitere genannte Plattformen sind Snapchat (27 %), Foren und Chatrooms (23 %), Facebook (13 %) sowie YouTube (9 %). Besonders jüngere Jugendliche und Mädchen sind betroffen – 19 % der Mädchen im Vergleich zu 12 % der Jungen berichten von eigener Betroffenheit.

Bei der Hilfe und Unterstützung zeigt sich, dass sich die meisten Opfer an ihre Eltern (70 %) wenden, gefolgt von Freunden (43 %), Lehrkräften (22 %), der Polizei (19 %) und der Schulleitung (12 %). Dennoch erklärten 25 %, niemand habe ihnen geholfen – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 2023 (15 %). Vor diesem Hintergrund fordern BARMER und das SINUS-Institut eine verstärkte Prävention, niedrigschwellige Beratungsangebote sowie eine umfassende medienpädagogische Aufklärung in Schulen. Die Förderung digitaler Kompetenzen, Empathie und die Schaffung klarer rechtlicher Rahmenbedingungen sollen dazu beitragen, Cybermobbing nachhaltig zu reduzieren und die psychische Gesundheit von Jugendlichen besser zu schützen.