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Auswirkungen von hybriden Arbeitsformen

Hybrides Arbeiten bringt Vor- und Nachteile mit sich. Diese werden in der vorliegenden Studie untersucht.

bidt Themenmonitor

Die TAB-Studie zu hybriden Arbeitsformen untersucht, wie sich die Verbreitung und Nutzung hybrider Arbeitsmodelle seit der COVID-19-Pandemie entwickelt haben. Grundlage bildet ein dreistufiges Forschungsdesign: Zunächst wurde die bestehende Literatur ausgewertet, anschließend erfolgte eine Expertenbefragung, die im weiteren Verlauf durch eine Delphi-Befragung ergänzt wurde. Im Fokus stehen dabei die gesellschaftlichen Auswirkungen hybrider Arbeitsformen sowie deren absehbare Entwicklungen.

Ein zentraler Aspekt der Studie ist, wie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber hybride Arbeitsmodelle nutzen und bewerten. Demnach sind es vor allem hochqualifizierte und besserverdienende Beschäftigte, die von dieser Arbeitsweise profitieren. Zu den wichtigsten Vorteilen zählen eine deutliche Reduktion von Pendelzeiten, eine verbesserte Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben, größere Flexibilität sowie die Möglichkeit, zu Hause konzentrierter zu arbeiten. Herausfordernd sind hingegen der zunehmende Druck, auch im Homeoffice sichtbar und erreichbar zu bleiben, ergonomische Belastungen sowie das Verschwimmen der Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben.

Langfristig könnten hybride Arbeitsformen bestehende soziale Ungleichheiten und gesellschaftliche Polarisierungen verstärken, da nicht alle Erwerbstätigen gleichermaßen von ihnen profitieren. Zugleich wird eine steigende Mobilität von Fachkräften erwartet, da der Arbeitsort zunehmend von der räumlichen Bindung an den Arbeitgeber entkoppelt wird.