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Vier von fünf SchülerInnen haben durch Digitallehre Lernrückstand

Die Studie des Allensbacher Instituts für Demoskopie wurde von der Deutschen Telekom Stiftung in Auftrag gegeben, um die Auswirkungen der digitalen Lehre während der Coronapandemie auf Eltern und Schulkinder zu untersuchen. Hierzu wurden deutschlandweit Eltern und Schulkinder aller weiterführenden Schulen befragt.

Die Coronapandemie verschärfte dabei die bereits bestehenden Unterschiede. Über die Hälfte der Kinder und Jugendlichen sind mit dem schulischen Lernen von zu Hause aus zwar gut bis sehr gut zurechtgekommen, doch das gilt vornehmlich für Kinder, die sich bereits vor der Pandemie als gute Schülerinnen und Schüler einschätzten. Gymnasiastinnen und Gymnasiasten urteilten durchschnittlich positiver als Schülerinnen und Schüler anderer weiterführender Schulformen.

Die technische Ausrüstung im Haushalt der Lernenden spielt ebenfalls eine große Rolle: 7 % der Befragten bemängelt diese. Dabei hatten 94 % der Kinder und Jugendlichen mindestens einmal pro Woche Digitalunterricht. Nur etwas mehr als die Hälfte ist mit dem Unterricht von zu Hause aus zufrieden, während 41 % der befragten Schülerinnen und Schüler weniger oder gar nicht zufrieden sind.

Vier von fünf Schülerinnen und Schülern geben an, dass sie mit dem Schulstoff im Rückstand seien. Davon sind 38 % der Lernenden wegen des Aufholbedarfs besorgt. 90 % der befragten Eltern sehen die Schulen in der Pflicht, diese Lernlücken zu füllen.