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Vereinheitlichung von digitalen Lernplattformen für deutsche Schulen nicht zu erwarten

Das Institut für Informationsmanagement der Universität Bremen (ifib) untersuchte im Auftrag der Deutschen Telekom Stiftung, wie und welche digitalen Lernplattformen von den Bundesländern und ausgewählten Kommunen entwickelt wurden. Dazu wurde ein Bewertungssystem erstellt, dass die Lernplattformen nach Zuständigkeiten und Funktionen grafisch darstellt.12

Sieben Bundesländer und zwei Städte haben ihre eigenen Lernplattformen entwickelt. Drei Lernplattformen werden auf Landesebene angeboten, zwei weitere Länder und Städte haben sich kommerzieller Software bedient. Vier Länder und eine Stadt bieten sogar mehrere verschiedene Plattformen an. Alle weiteren Bundesländer und Städte haben sich für eine teils selbst entwickelte, teils bereits vorhandene technische Lösung entschieden.

Aufgrund dieser Vielfalt erwarten die Studienverantwortlichen keine Vereinheitlichung der digitalen Lernplattformen. Dies sei im Allgemeinen auch nicht nötig, da sich durch dezentrale Systeme ein individuellerer Zuschnitt auf die regionalen Bedürfnisse der Schulen ermöglichen lasse. Vor allem hätten sich einige Länder und Kommunen sehr früh auf die Digitalisierung der Lehre vorbereitet und böten entsprechende Fortbildungssysteme für ihre Lehrkräfte an. Gemeinsame Schnittstellen zur Sicherstellung der Daten und Lehrmedien seien aber dennoch vorteilhaft, beispielsweise um Schulwechsel zu vereinfachen.