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Online-Semester an Hochschulen führen zu mehr Belastung

Die Studie der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) untersucht die Auswirkungen der Coronapandemie auf das Hochschulleben. Die qualitative Studie wurde zuerst anhand von Gruppendiskussionen mit Studierenden, Dozentinnen und Dozenten sowie mit leitfadengestützten Interviews erarbeitet.

Der Hochschulbetrieb während Corona zeichnete sich vor allem durch vermehrtes Homeoffice und Homeschooling aus. Das Aufrechterhalten der Arbeit im Homeoffice belaste die Dozierenden und Studierenden mit Kindern unter anderem dadurch, dass die Vereinbarung von Arbeit und Familie durch ausfallende Betreuungsangebote erschwert werde. Viele der Befragten sahen sich zusätzlich mit Existenzängsten und Krisen konfrontiert. Insgesamt sei die Situation prekär.

Dabei könne die digitale Lehre auch Chancen für mehr Inklusivität eröffnen. Menschen, die nicht in ihrer Muttersprache unterrichten oder lernen, könnten von Onlineangeboten ebenso profitieren wie Personen mit Beeinträchtigungen des Gehörs. Diejenigen Personengruppen, die jedoch eine schlechte Internetverbindung haben oder in lauten Wohnverhältnissen leben, erführen zusätzliche Benachteiligung.