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Gefährliche Kluft zwischen Wissen, Handeln und Vertrauen bei digitaler Sicherheit

Die digitale Sicherheit der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland ist auf dem Tiefstand. Nutzende des Internets verfügen zwar über Sicherheitswissen, setzen dieses aber im eigenen Alltag nicht um.

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Rund 96 % der Menschen in Deutschland ab 14 Jahren sind laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2025 online. Der jährlich erscheinende DsiN-Sicherheitsindex untersucht ihr Verhalten und ihre Einstellungen in unterschiedlichen digitalen Lebensbereichen und liefert so einen umfassenden Überblick über die digitale Sicherheitslage der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland. Dafür wird ein Sicherheitsindex berechnet, welcher aus zwei Indikatoren gebildet wird: Sicherheitsvorfälle, von denen man selbst betroffen war und das subjektive Gefährdungsempfinden. Die Werte werden auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten angegeben.

Für die Erhebung 2025 wurden 1.000 Internetnutzende ab 16 Jahren in Deutschland zu ihrem Nutzungsverhalten befragt. Der Sicherheitsindex bleibt mit 55,7 Punkten zum zweiten Jahr in Folge auf historischem Tiefststand. Seit 2020 verschlechtert sich die digitale Sicherheit, so nehmen Sicherheitsvorfälle zu (61,6 Punkte), während das Sicherheitsempfinden abnimmt (Gefährdungsempfinden 18,9 Punkte).

Trotz guten Sicherheitswissens (90,5 Punkte) setzen viele Internetnutzende dieses im Alltag nicht um. So nahm das Sicherheitsverhalten (52,9 Punkte) im Vergleich zu 2024 um 0,7 Punkte ab. Die Lücke zwischen Wissen und Verhalten wächst somit weiter und der Transfer von Bedrohungswissen zu einer Verhaltensänderung, zum Beispiel in Bezug auf Sicherheitsmaßnahmen, bleibt aus.