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Fehlende finanzielle Mittel für die digitale Lehre

Die vierte Studie der Deutschen Telekom Stiftung untersucht, inwieweit die Coronapandemie in Kombination mit dem staatlichen Förderpaket „Digitalpakt Schule“ von 5 Milliarden Euro, das über einen Zeitraum von fünf Jahren läuft, die Digitalisierung der Schulen vorangetrieben hat.

Der Länderindikator besteht traditionell aus vier Teilbereichen: IT-Ausstattung der Schulen und IT-Support, Nutzung digitaler Medien im Unterricht, Förderung der Digitalkompetenzen der Schülerinnen und Schüler sowie der Kompetenzen von Lehrpersonen im Umgang mit digitalen Medien für den Unterricht.

Anhand von insgesamt 26 Indikatoren wurde nach der Selbsteinschätzung der Lehrkräfte ein Ranking erstellt: Danach sind die Lehrkräfte in Bayern, Berlin, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt am zufriedensten mit dem Stand der Digitalisierung. In Baden-Württemberg, Brandenburg und Thüringen bestehe der größte Handlungsbedarf.

Rund 81 % der Befragten gaben an, dass die Investitionen des Bundes und der Länder bei digitalen Lernplattformen und Lernmanagementsystemen Verbesserungen brachten. Auch die WLAN-Verfügbarkeit habe für 71 % der Lehrkräfte zugenommen.

Bei über einem Viertel der Lehrkräfte standen jedoch keine Leihgeräte für den Distanzunterricht zur Verfügung. Und nur 42 % der Lehrpersonen waren ausreichend mit finanziellen Mitteln zur Sicherstellung der digitalen Lehre ausgestattet. Die Digitalkompetenz der Schülerinnen und Schüler war für 68 % des Lehrpersonals ausreichend, um einen funktionierenden Unterricht abzuhalten.