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Digitale Technologien müssen für Ältere zugänglicher werden

In jeder Legislaturperiode wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ein Altersbericht zu einem seniorenpolitischen Schwerpunktthema angefordert. Der 2019 veröffentliche Achte Bericht zur Lage der älteren Generation in der Bundesrepublik Deutschland steht unter dem Thema „Ältere Menschen und Digitalisierung“ und befasst sich mit der Frage, welchen Beitrag Digitalisierung und Technik zu einem guten Leben im Alter leisten und leisten können.

Aus diesem Grund empfiehlt die Sachverständigenkommission unter anderem, ältere Menschen stärker beim Forschungs- und Entwicklungsprozess digitaler Technologien mit einzubeziehen und die digitale Souveränität insbesondere dort zu stärken, wo ältere Menschen bisher wenig bis gar keine Erfahrung mit digitalen Technologien haben.

In den für ältere Menschen besonders relevanten Lebensbereichen Wohnen, Mobilität, Soziale Integration, Gesundheit, Pflege und Quartiersentwicklung ist die Verbreitung und Akzeptanz digitaler Technologien je nach Bildungsabschluss und Einkommen zwar recht unterschiedlich, insgesamt aber auf einem eher niedrigen Niveau. Neben der Angst älterer Menschen vor Datenmissbrauch liegt das dem Bericht zufolge vor allem daran, dass viele Technologien an den Bedürfnissen älterer Menschen vorbeigehen und die Nutzerinnen und Nutzer überfordern.