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Wie ländliche Räume von der Digitalisierung profitieren können

Das Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat untersucht in seiner Studie 49 Digitalisierungsprojekte im ländlichen Raum. Ziel der Studie ist es, Erfolgsfaktoren und Hindernisse solcher Projekte zu bestimmen, um die Erfolgsquote zukünftiger Digitalisierungsvorhaben zu verbessern. Konkrete Projektbeispiele umfassen die Telemedizin und das E-Learning.

Der erste Teil der Studie gibt Einblicke in die Problemfelder der digitalen Infrastruktur, Mobilität, Gesundheit, Bildung, Wirtschaft und Arbeit. Obgleich digitale Mittel die Probleme dort nicht abschließend lösen können, könnte zumindest ein Teil der Dienstleistungen sowie deren Koordination und Kommunikation digitalisiert werden. Die Analyse dieser digitalen Lösungsansätze bildet den zweiten Teil der Studie, auf den dann die Befragungsergebnisse und Empfehlungen folgen.

Herausforderungen für die Digitalisierung des ländlichen Raumes bestünden zum Beispiel in technischen und organisatorischen Umsetzungsproblemen, der Finanzierung und Verstetigung, dem Erreichen der Zielgruppen sowie der Überlastung der Ehrenamtlichen.

Die davon abgeleiteten Handlungsempfehlungen für Projektführende werden in drei Aufgabenfelder untergliedert: Erkunden, Kommunizieren und Vernetzen sowie nachhaltiges Managen. Zu Letzterem gehöre beispielsweise eine schrittweise Projektentwicklung und eine entsprechend flexible Planung, zum Vorjahr seien nur 34 weitere Leistungen digitalisiert worden. Das bedeute, dass die Digitalisierung der deutschen Verwaltung stagniert.