Anlässlich der Smart Country Convention 2025 in Berlin veröffentlichte der Digitalverband Bitkom die Ergebnisse einer Erhebung in Kooperation mit dem Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung sowie einer eigenen, repräsentativen Befragung von 1.005 Erwachsenen zur öffentlichen Wahrnehmung hinsichtlich der Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland.
Die Ergebnisse zeigen: Von insgesamt 579 Verwaltungsleistungen sind derzeit 349 digital verfügbar, davon 165 flächendeckend. Besonders bei häufig nachgefragten Fokusleistungen wie Elterngeld oder Eheschließung ist die digitale Umsetzung lückenhaft. Weil digitale Angebote fehlen, nutzen trotz hoher Nachfrage nur wenige Bürger digitale Verwaltungswege: Nur 13 % haben jemals eine Leistung online beantragt.
Die Auswertung der Bitkom-Befragung macht die Erwartungen der Bevölkerung deutlich. So wünschen sich 90 % der Befragten mehr Tempo bei der kommunalen Digitalisierung, 75 % höhere Investitionen und 69 % stärkere Bundeskompetenzen zur Beschleunigung der Digitalisierung. Zudem geben 62 % der Befragten an, dass sie eine stärkere Bürgerbeteiligung an Digitalisierungsprojekten in der eigenen Umgebung als zentral ansehen.
Generell ist die Wahrnehmung wie Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern bei der Verwaltungsdigitalisierung wahrgenommen wird ernüchternd. Nur 3 % der Befragten sehen Deutschland als führend bei der Verwaltungsdigitalisierung an, während 72 % das Land zu den Nachzüglern zählen. 79 % sind der Meinung, dass Deutschland bei der Digitalisierung noch viel vom Ausland lernen kann.


