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Einsatz von KI findet immer größere Akzeptanz

Die Bertelsmann Stiftung untersucht zum dritten Mal nach 2018 und 2021 die Haltung zu und das Wissen über Künstlicher Intelligenz (KI) und Algorithmen der Bevölkerung in Deutschland. Für die repräsentative Studie wurden über 1.000 Personen ab 16 Jahren in Deutschland in persönlichen Interviews befragt.

88 % der Teilnehmenden geben an, den Begriff „Künstliche Intelligenz“ schon einmal gehört zu haben. Die Thematik KI ist den Teilnehmenden zudem leicht besser bekannt als das allgemeinere Konzept „Algorithmus“.

Die Einsatzgebiete von KI werden unterschiedlich gut erkannt. Am besten ist die deutsche Bevölkerung mit KI-Beispielen aus dem Alltagsleben vertraut: KI im Bereich der personalisierten Werbung ist 69 % der Befragten bekannt, gefolgt von KI-gestützter Gesichtserkennung bei der Videoüberwachung mit 67 % und der Rechtschreibkontrolle bei Textverarbeitungsprogrammen mit 66 %. Damit nimmt das Wissen zum Einsatz von KI im Vergleich zu 2018 insgesamt um gut zehn Prozentpunkte zu.

Durch KI automatisierte Entscheidungen werden potenziell eher akzeptiert, wenn die Betroffenen bereits mit den betreffenden Anwendungen vertraut sind. Auch bei Entscheidungen, die größere soziale Bedeutung haben, steigt die Akzeptanz der Bevölkerung zusehends. So wurde die automatische Gesichtserkennung im öffentlichen Raum 2018 von 36 % der Bevölkerung akzeptiert, 2022 hingegen waren es bereits 51 %.

Bestehende Wissens- und Kompetenzlücken insbesondere entlang soziodemographischer Faktoren (unter anderem Alter und Bildung) sollten nach Meinung der Autoren zukünftig geschlossen werden, um unwissende Akzeptanz zu verhindern und eine kritische Auseinandersetzung mit den Themen- und Einsatzgebieten zu befähigen.