Jahresausschreibung 2021

Förderung für interdisziplinäre Konsortialprojekte

Das bidt trägt dazu bei, die Entwicklungen und Herausforderungen des digitalen Wandels besser zu verstehen. Damit liefert es die Grundlagen, um die Zukunft mit der Gesellschaft verantwortungsvoll und gemeinwohlorientiert zu gestalten. Das bidt fördert herausragende interdisziplinäre Forschung und liefert als Think Tank Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft evidenzbasierte Empfehlungen. Das Institut fördert zudem den offenen Dialog zwischen Forschung und Gesellschaft. Das bidt hat seinen Sitz in München und ist in ganz Bayern verankert.

Die Themen und Herausforderungen der digitalen Transformation betreffen verschiedene wissenschaftliche Disziplinen und können nur in fächerübergreifender Kooperation sinnvoll bearbeitet werden. Daher verfolgt das bidt einen konsequent interdisziplinären Ansatz, der in dieser Form einzigartig ist in Deutschland.

Geförderte interdisziplinäre Konsortialprojekte werden in der Regel von drei akademischen Partnerinnen und Partnern über drei Jahre bearbeitet. Dafür stellt das bidt auf Antrag Projektmittel für die beteiligten Institutionen zur Verfügung, die bis zu 75 Prozent der Kosten einer Vollzeitmitarbeiterin oder eines Vollzeitmitarbeiters ohne Promotion (Doktorandin/ Doktorand) abdecken können, für promovierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis zu 100 Prozent.

Diese Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeiter arbeiten am Standort ihrer Institution, tauschen sich aber in regelmäßigen Abständen am bidt über ihre Forschungsaktivitäten und deren Ergebnisse aus.

Damit folgt das bidt einem agilen Arbeitsansatz. Für die Konsortialprojekte bedeutet dies, dass die Ergebnisse projektintern und auch projektübergreifend im Rahmen von „Sprint Reviews“ vorgestellt und diskutiert werden.

Einreichungsfrist für Projektskizzen und Lebensläufe: 13. Juni 2021

Download Ausschreibung
Download Zuwendungsvertrag (Muster)

Themenschwerpunkte

Mit der Ausschreibungsrunde im Jahr 2021 möchte das bidt Forschungsvorhaben zu den folgenden Themenschwerpunkten fördern und bittet um die Einreichung entsprechender Projektanträge:

Es werden ausdrücklich auch Vorschläge erbeten, bei denen besonders hohe wissenschaftliche Erträge zu erwarten sind, selbst wenn dies mit einem hohen Risiko einhergeht („High Risk – High Gain“).

Antragsberechtigte Personen

Ein typisches Konsortialprojekt läuft über drei Jahre und umfasst drei – in begründeten Fällen auch vier – akademische Antragstellerinnen oder Antragssteller. Diese müssen unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen angehören, wie sie typischerweise zur Abgrenzung von Fakultäten verwendet werden.

  • Eine/r der Antragstellenden soll einen direkten Bezug zur Technik haben, d.h. aus der Informatik, der Wirtschaftsinformatik, der Elektrotechnik oder vergleichbaren Disziplinen kommen.
  • Antragsberechtigt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die eine abgeschlossene Promotion nachweisen können.
  • Die Antragstellerinnen und Antragssteller sowie deren über das Projekt geförderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen eine konkrete Anbindung an eine wissenschaftliche Einrichtung mit Sitz in Bayern nachweisen (in der Regel Universität, Hochschule oder außeruniversitäre Forschungseinrichtung), die spätestens zum geplanten Projektstart besteht.
  • Die Konsortialleitung sollte von besonders erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern übernommen werden.

Finanzierung

Finanziert werden die Kosten für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Antragstellerinnen und Antragssteller bis zu 75 Prozent einer Vollzeitstelle TV-L 13 (Doktorandinnen/ Doktoranden) oder bis zu 100 Prozent einer Vollzeitstelle TV-L 14 (Postdocs).

Werden nichtpromovierte Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter in Teilzeit angestellt, übernimmt das bidt somit die kompletten Personalkosten, allerdings nur bis zu einer Höhe von 75 Prozent einer Vollzeitstelle. Bei einer Vollzeitbeschäftigung von nicht promovierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern müssen die restlichen Mittel durch die Antragstellerinnen oder Antragssteller bereitgestellt werden.

Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden an der Institution der Antragstellerinnen oder Antragssteller angestellt.

Die Antragstellerinnen und Antragssteller sowie deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen einmal im Quartal für einen Tag aktiv an den Sprint-Reviews teil. Darüber hinaus werden einmal im Quartal MitarbeiterInnen-Treffen („kleine Sprint Reviews“) am bidt durchgeführt. Die Projektmitarbeitenden nehmen somit in der Regel alle sechs Wochen an üblicherweise eintägigen Zusammenkünften am bidt teil.

In Ansatz gebracht werden können neben den Personalkosten auch Sachmittel (z.B. für Reisen, Veranstaltungen und wissenschaftliche Hilfskräfte) sowie eine Kostenpauschale für die Nutzung der Infrastruktur an der Institution der Antragsstellerinnen und Antragssteller. Im Antrag können die Sachmittel und die Infrastrukturpauschale jeweils in Höhe von maximal 20 Prozent der Personalkosten angesetzt werden. Zahlungen erfolgen nur für tatsächlich im Projektzeitraum angefallene Kosten, die Infrastrukturpauschale wird in Höhe von maximal 20 Prozent der tatsächlichen Personalkosten geleistet. Aus dem Sachmittelbudget sind anfallende Reisekosten für die Präsenztermine der Projektbeteiligten am bidt in München zu finanzieren.

Ergänzend kann eine international ausgewiesene Expertin oder ein Experte in das Projekt eingebunden werden. Für deren/ dessen Engagement und anfallende Spesen können pro Jahr pauschal bis zu 15.000 Euro angesetzt werden. Erwartet werden dafür insgesamt mindestens drei Besuche am bidt sowie die kontinuierliche Bereitschaft zum inhaltlichen Austausch über die Projektlaufzeit.

Auswahlverfahren und Bewilligung

Das Auswahlverfahren erfolgt zweistufig: In der ersten Stufe sind eine Projektskizze sowie die Lebensläufe aller Antragstellerinnen und Antragssteller einzureichen.

Das bidt-Direktorium entscheidet daraufhin, welche Antragstellerinnen und Antragssteller für die zweite Stufe zugelassen werden und einen Vollantrag einreichen dürfen.

Erste Stufe

Die Projektskizze für ein Konsortialprojekt soll drei Seiten – in deutscher oder englischer Sprache – umfassen und folgende Aspekte abdecken:

  • Thema
  • Antragstellerin/ Antragssteller inkl. Institution
  • Kontext und Problem inkl. Bezug zu den in der Ausschreibung aufgezeigten Forschungsfeldern
  • Lösungsideen, Lösungsansatz und erwarteter Output
  • Erwarteter wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Beitrag
  • Einbindung der Öffentlichkeit oder von Stakeholdergruppen zur Förderung des Austauschs von Forschung und Gesellschaft
  • Rolle der Antragstellerin/ des Antragsstellers und Mehrwert im interdisziplinären Verbund
  • Ggf. Ausweis der eingebundenen internationalen Expertin/ des Experten
  • Stellenbesetzung für alle Konsortialpartnerinnen und -partner (Zeitraum, Anzahl und Wertigkeit der Stellen)

Zusätzlich sind die Lebensläufe aller Antragstellerinnen und Antragssteller einzureichen (eine Seite pro Antragstellerin oder Antragssteller).

Detaillierte Informationen zu Auswahlverfahren und Bewilligung finden Sie in der Ausschreibung.

Einreichung

Informationen, wie Sie Projektskizze und Lebensläufe für die erste Stufe des Auswahlverfahrens bei uns einreichen können, finden Sie bald an dieser Stelle.

Zeitplan

  • Einreichungsfrist für die erste Stufe (Projektskizzen und Lebensläufe): 13. Juni 2021
  • Mitteilung über die Zulassung zur zweiten Stufe: 16. Juli 2021
  • Einreichungsfrist für die zweite Stufe (Vollanträge): 12. September 2021
  • Mitteilung über die Bewilligung: Mitte November 2021
  • Projektstart: Erstes Quartal 2022

AnsprechpartnerInnen

Dr. Andreas Wenninger
Forschungskoordinator
forschung@bidt.digital
Dr. Sandra Selmanovic
Forschungskoordinatorin
forschung@bidt.digital
Michael Stehling
Forschungskoordinator
forschung@bidt.digital

NEWSLETTER

Neuigkeiten zur digitalen
Transformation

Newsletter abonnieren