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Faszination Forschung

Dr. Christoph Egle, wissenschaftlicher Geschäftsführer des bidt, spricht auf ARD-alpha, gemeinsam mit Professor Thomas O. Höllmann, Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, über die heutigen Rahmenbedingungen von Forschung und deren gesellschaftlichen Bezüge.

Christoph Egle im Gespräch in der Sendung Faszination Forschung auf ARD Alpha

„Wir wissen heute noch nicht, was in zehn oder fünfzehn Jahren der Stand der Digitalen Transformation ist und was dann die relevanten Forschungsfragen sein werden. Deswegen haben die Forschungsprojekte am bidt einen Zeithorizont von zwei bis drei Jahren, den wir immer anpassen können“, sagte Christoph Egle, wissenschaftlicher Geschäftsführer des bidt, beim Gespräch “Faszination Forschung”, das er gemeinsam mit Professor Thomas O. Höllmann, Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, bei ARD-alpha führte. Beispielhaft nannte Christoph Egle die neuen Forschungsprojekte am bidt zur Meinungsmacht im Internet sowie zu der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine in der Produktion.

Im Gespräch ging Moderator Tilman Seiler der Frage nach, wie Langzeitforschung, wie sie die Arbeit der Akademie prägt, in unsere schnelllebige Zeit passt. Professor Höllmann meinte hierzu: „Wenn man sich immer der Zeit anpasst, kann es sein, dass man die Perspektive auf die Ferne verliert. Ich gehe davon aus, dass der Rückblick, auch die Besinnung auf unsere kulturellen Wurzeln, genauso wichtig ist wie der Blick in die Zukunft. Das eine schließt das andere nicht aus und beides versuchen wir in der Akademie miteinander zu vereinen“.

So wurde das bidt 2018 als Institut der BAdW gegründet mit dem Ziel, die Entwicklungen und Herausforderungen der Digitalen Transformation besser zu verstehen. „Ich finde es extrem spannend, dass in einer Akademie mit einer solchen Tradition ein Institut wie das bidt geschaffen wird, das beides verbindet: Die Orientierung an Zukunftsfragen und aktuellen Entwicklungen, aber auch an Themen, die einen längeren Zeithorizont haben“, sagt Christoph Egle.

Viel Raum wurde im Gespräch der Verpflichtung gegeben, wissenschaftliche Erkenntnisse der Öffentlichkeit zu vermitteln. „Ein wesentlicher Auftrag unseres Instituts ist es, die Ergebnisse der Forschung zu übersetzen und für die Politik anwendbar zu machen. Es fällt in der Politik nicht immer leicht, Differenzierungen, die Wissenschaftler vornehmen, so aufzunehmen, dass es in politische Konzepte umsetzbar ist. Andererseits fällt es Wissenschaftlern oft schwer, die Bedeutung ihrer Ergebnisse so zu kommunizieren, dass es die Politik verstehen kann. Es braucht dafür Mittler und das werden wir versuchen zu sein“, sagte Christoph Egle über die Rolle des bidt als Schnittstelle zwischen Politik, Gesellschaft und Forschung.