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Zwischen Kritik und Kampagne: Zur strategischen Nutzung von Medienfeindlichkeit in digitalen Krisendiskursen (CRASH – Crisis And Strategic Hostility)

In dem Projekt wird untersucht, wie sich medienfeindliche Äußerungen in digitalen Öffentlichkeiten während gesellschaftlicher Krisen verbreiten und welche Akteurinnen und Akteure daran beteiligt sind. Das Projekt soll zudem einen Beitrag zur Verbesserung von öffentlicher Kommunikation in digitalen Medien leisten, indem KI-gestützte Chatbot-Interventionen erprobt und entwickelt sowie Empfehlungen zu wirksamen Interventionsmöglichkeiten ausgearbeitet werden.

Projektbeschreibung

Das Forschungsprojekt untersucht, wie sich medienfeindliche Äußerungen in digitalen Öffentlichkeiten insbesondere während gesellschaftlicher Krisen verbreiten und welche Akteurinnen und Akteure daran beteiligt sind. Im Fokus stehen gesellschaftliche Krisenereignisse, wie z. B. die Corona-Pandemie, der Krieg gegen die Ukraine und der Klimawandel, in denen journalistische Medien zunehmendem Misstrauen und gezielten Angriffen ausgesetzt sind.

Unter Medienfeindlichkeit versteht das Projekt eine pauschale Ablehnung journalistischer Medien und/oder von Journalistinnen und Journalisten, die als unmoralisch, selbstsüchtig, gleichgeschaltet und/oder manipulativ dargestellt werden.

Ziel ist es, Argumentationsmuster, Akteursnetzwerke und Verbreitungswege medienfeindlicher Äußerungen zu analysieren. Die zentrale zu prüfende Annahme ist, ob sich Netzwerke aus Akteurinnen und Akteuren gebildet haben, die krisenübergreifend medienfeindliche Argumente verbreiten.

Darüber hinaus soll mit dem Projekt ein Beitrag zur Verbesserung öffentlicher Kommunikation in digitalen Medien geleistet werden, indem das Projekt zum einen Interventionsmöglichkeiten in Form eines KI-gestützten Chatbots experimentell testen und entwickeln, zum anderen aber auch generelle Empfehlungen ausarbeiten will, welche Formen von Interventionen neben einer rein rechtlichen Regulierung anwendbar sind, um Desinformationskampagnen wirkungsvoll entgegenzuwirken.

Projektteam

Prof. Dr. Hannah Schmid-Petri

Mitglied im bidt-Direktorium | Professorin für Wissenschaftskommunikation, Universität Passau

Dr. Andreas Wenninger

Forschungskoordinator und Projektleiter, bidt

Steliyana Doseva

Wissenschaftliche Referentin Forschung, bidt

Sofie Fleischer

Wissenschaftliche Referentin Forschung, bidt