Disruption in Creativity

Prof. Dr. Christina Zitzmann, Technische Hochschule Nürnberg

Der differenzierte Umgang mit digitalen Technologien und die Reflexion der eingesetzten Methoden entwickeln sich zu Schlüsselkompetenzen. Der Erwerb dieser Kompetenzen im Rahmen der Hochschullehre darf aber nicht isoliert in den einzelnen Fachdisziplinen erfolgen, sondern erfordert fakultäts- und hochschulübergreifende Lehr-/Lernarrangements, um Fragestellungen und Lösungswege interdisziplinär zu denken und umzusetzen. Nur so können Absolventinnen und Absolventen kompetent und zukunftsfähig in immer vielfältigeren Berufsfeldern agieren.

Aktuell befindet sich besonders die Kultur- und Kreativwirtschaft in einem disruptiven Veränderungsprozess. Als ein wichtiges und notwendiges Rüstzeug zur Gestaltung dieser Transformation benötigen Studierende, die in diesem Berufsfeld erfolgreich tätig werden, immer weitergehende digitale Kompetenzen. Durch das Digitalisierungskolleg „Disruption in Creativity“ wird ein experimenteller Raum für die Entwicklung innovativer Formen oder den Einsatz von digitalen Technologien für alle beteiligten Fachdisziplinen geschaffen, dabei die jeweilige Fachidentität und das eigene Professionsverständnis geschärft und gestärkt sowie auf ein sich durch Digitalisierung rasant veränderndes Berufsfeld in der Kultur- und Kreativwirtschaft vorbereitet.

Neben fachlicher Expertise sowie der Vermittlung von Methoden und Tools bedarf es dazu Kompetenzen der Studierenden zur kollaborativen Ideenfindung, Projektentwicklung und Kommunikation in anderen Fachkontexten. Der Erwerb und Ausbau von weiteren Schlüsselkompetenzen (überfachliche Methoden, Sachkompetenz, sozialkommunikative Kompetenz, Selbstkompetenz) sind daher weitere wesentliche inhaltliche Komponenten des Kollegs.

Die Handlungskompetenz wird gestärkt durch eine zentrale Praxisphase mit fächerübergreifender seminaristischer Projektarbeit. Dieses Kernelement des Kollegs soll die Eigenverantwortung und Selbststeuerung der Studierenden fördern und sie dazu befähigen, Zusammenhänge und Schnittstellen zu erkennen und die Fragestellung in Bezug auf die Wechselwirkung mit der Gesellschaft zu diskutieren.