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Vektoren der Datenpreisgabe – Eine komparative Untersuchung zum Einsatz eigener personenbezogener Daten aus den Perspektiven der Rechtswissenschaft, Kulturwissenschaft und Wirtschaftsinformatik

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt analysiert anhand einer komparativen Untersuchung diverse Aspekte der Bereitwilligkeit der individuellen Datenpreisgabe.

Projektbeschreibung

Daten sind eine grundlegende Ressource: Sie bilden die Basis für eine Vielzahl von Geschäftsmodellen der Digitalökonomie und sind zentraler Innovationstreiber. Dies gilt insbesondere für personenbezogene Daten.

Um solche Daten zu „gewinnen“, ist in der Regel eine Preisgabeentscheidung des Individuums erforderlich. Doch wie beeinflussen kulturelle Prägung und rechtlicher Rahmen die Entscheidungsfindung des Einzelnen bei der Frage, ob man bereit ist Daten preiszugeben?

Das Projekt „Vektoren der Datenpreisgabe“ widmete sich dieser Frage und verband hierfür Perspektiven der Kulturwissenschaften, der Wirtschaftsinformatik und der Rechtswissenschaften. Das Projekt hatte es sich zum Ziel gesetzt, die kulturellen und regulatorischen Einflüsse, die darüber entscheiden, ob und wie wir personenbezogene Daten preisgeben, zu identifizieren, den Entscheidungsprozess verhaltensökonomisch zu untersuchen und – darauf aufbauend – die Einflüsse und Wechselwirkungen zu modellieren. Das Projektteam lag besonderes Augenmerk auf die Datenpreisgabe im internationalen Kontext – vornehmlich auf den grenzüberschreitenden Charakter von Datenpreisgaben zwischen Rechtsräumen und Kulturkreisen. Es sollten hierdurch komparativ Erkenntnisse zu den Grundprinzipien der Preisgabe von Daten gewonnen werden.

Diese Erkenntnisse dienten wiederum für Empfehlungen für Stakeholder, wie nationale, supranationale oder internationale Rechts- und Ordnungsrahmen ausgestaltet sowie datenbasierte Geschäftsmodelle in unterschiedlichen (kulturellen) Settings eingesetzt/ adaptiert werden können.


Das Projekt wurde zum 30. März 2024 abgeschlossen.

Ansprechpartner

Dr. Christoph Egle

Geschäftsführer, bidt

Projektteam

Prof. Dr. Moritz Hennemann M.Jur.

Inhaber, Lehrstuhl für Europäisches und Internationales Informations- und Datenrecht | Universität Passau

Prof. Dr. Kai von Lewinski

Inhaber, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Medien- und Informationsrecht | Universität Passau

Prof. Dr. Daniela Wawra

Inhaberin, Lehrstuhl für Englische Sprache und Kultur | Universität Passau

Prof. Dr. Thomas Widjaja

Professor für Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt Betriebliche Informationssysteme, Universität Passau

Timo Hoffmann

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Lehrstuhl für Europäisches und Internationales Informations- und Datenrecht | Universität Passau

Sebastian J. Kasper LL.M.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Medien- und Informationsrecht | Universität Passau

Dr. Tim Kerstges

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Medien- und Informationsrecht | Universität Passau

Peer Sonnenberg

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Medien- und Informationsrecht | Universität Passau

Martin Richthammer

Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt Betriebliche Informationssysteme | Universität Passau

Dr. Veronika Thir

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Lehrstuhl für Englische Sprache und Kultur | Universität Passau

Anna-Maria Kipphardt

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Kriminologie und Rechtsphilosophie | Universität Passau

Publikationen

A Regulatory Clustering of Privacy Laws

Das Working Paper stellt einen zentralen Baustein des Projektansatzes dar, die Wirkung verschiedener Regulierungssysteme auf den Einzelnen interdisziplinär vergleichbar zu machen.

Rechtsvorschriften zum Datenschutz weltweit

Das Projektteam setzte sich mit verschiedenen Datenschutzregimen auf der Welt auseinander. In diesem Rahmen hat es acht umfassende Paper zu möglichst diversen Rechtsordnungen publiziert und in Kooperation mit einem weiteren Passauer Forschungsinstitut an der Erarbeitung einer umfassenden Karte zu den Datenschutz-Rechtsordnungen der Welt mitgewirkt.

Diese Weltkarte vermittelt einen ersten Überblick über das Gewirr von existierenden und kommenden Datenschutzkonzepten und bietet Ansätze für weitere Forschung zur globalen Harmonisierung von Datenschutzrecht.

Konferenz „Vectors of Data Disclosure“

Der Tagungsband zur Veranstaltung im Juni 2022 liefert Perspektiven auf das internationale Datenschutzrecht und andere Einflussfaktoren auf Datenpreisentscheidungen von Lemi Baruh, Lothar Determann, Jana Dombrowski, Timo Hoffmann, Martin Richthammer, Daniela Wawra, Thomas Widjaja, Normann Witzleb und Kai von Lewinski.

Beiträge

Video

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