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Verantwortungslücken in Mensch-Maschine-Interaktionen: Die Ambivalenz von Vertrauen in KI (ReGInA)

Das Projektteam untersuchte die potenziellen Gefahren eines zu starken Vertrauens in Maschinen bei medizinischen Entscheidungen. Es untersuchte, wie Ärztinnen und Ärzte vom Einsatz KI-basierter Empfehlungssysteme bei der Interpretation medizinischer Bilder für die Diagnose profitieren können und erforschte nutzerorientierte KI-Systeme, die eine Beeinflussung medizinischer Entscheidungsfindung vermindern.

Projektbeschreibung

Das Projektteam untersuchte die potenziellen Gefahren eines zu starken Vertrauens in Maschinen bei medizinischen Entscheidungen.
Die Forscherinnen und Forscher konzentrierten sich hierfür auf die Interaktion zwischen Ärztinnen und Ärzten und KI-basierten Empfehlungsdiensten bei der Interpretation medizinischer Bilder für die Diagnose. Sie evaluierten das angemessene Maß an Vertrauen, das menschliche Entscheidungsträgerinnen und -träger benötigen, um von der Nutzung von KI-Systemen zu profitieren und gut informierte professionelle Entscheidungen treffen zu können. Ferner sollten die kausalen Auswirkungen von institutionellen, situativen, individuellen und technologischen Parametern auf dieses Vertrauensniveau untersucht werden.

Die Projektergebnisse sind für eine Vielzahl von KI-Anwendungen in anderen Bereichen von Bedeutung und fügen der öffentlichen Debatte über KI-Empfehlungsdienste eine neue Ebene hinzu. Im Einklang mit den Anforderungen human-zentrierter Gestaltungsprinzipien stellte das Projektteam die Ärztinnen und Ärzte selbst sowie die Arzt-Patienten-Beziehung in den Mittelpunkt der Forschung. Zudem wurden Designparadigmen für KI-basierte Empfehlungsdienste, die eine Kalibrierung des Vertrauens erlauben, betrachtet.

Während Strukturen und Prozesse im medizinischen Bereich zunehmend an Maschinen angepasst werden, konzentrierten sich die Forscherinnen und Forscher stattdessen auf die Frage, inwieweit sich Empfehlungsdienste in die bestehende Struktur der Verantwortlichkeit und Rechenschaft in der ärztlichen Praxis integrieren lassen. Ergänzt wurde der Ansatz um die Perspektive der Organisationsethik.

Im Fokus des Projekts stand die Frage, wie Verantwortung und Vertrauen in der Nutzung KI-gestützter Entscheidungsunterstützungssysteme in der medizinischen Diagnostik realisiert werden können, insbesondere unter Bedingungen algorithmischer Intransparenz. Auf Basis theoretischer Vorarbeiten und umfangreicher empirischer Studien mit medizinischem Fachpersonal, Laien und KI-Systemen untersuchte das Projektteam die technische Gestaltung, die menschlichen Kompetenzen sowie gesellschaftliche Erwartungen, die für eine verantwortungsvolle Mensch-Maschine-Kollaboration entscheidend sind.

Das Projekt wurde zum 31. Dezember 2024 abgeschlossen.

Ansprechpartner

Dr. Christoph Egle

Geschäftsführer, bidt

Projektteam

Prof. Dr. Matthias Uhl

Professur für Gesellschaftliche Implikationen und Ethische Aspekte der Künstlichen Intelligenz, Technische Hochschule Ingolstadt

Prof. Dr. Alexis Fritz

Inhaber, Lehrstuhl für Moraltheologie | Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Prof. Dr.-Ing. Marc Aubreville

Professur für Bildverstehen und Medizinische Anwendung der Künstlichen Intelligenz, Technische Hochschule Ingolstadt

Dr. Florian Richter

Professur für Gesellschaftliche Implikationen und ethische Aspekte der Künstlichen Intelligenz, Technische Hochschule Ingolstadt

Dr. Sebastian Krügel

Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc), Professur für Gesellschaftliche Implikationen und ethische Aspekte der KI | Technische Hochschule Ingolstadt

Angelika Kießig

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Lehrstuhl für Moraltheologie | Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Wiebke Brandt

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Lehrstuhl für Moraltheologie | Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Jonas Ammeling

Wissenschaftlicher Mitarbeiter , Institut AImotion | Technische Hochschule Ingolstadt

Emely Rosbach

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut AImotion | Technische Hochschule Ingolstadt