Tabea Ott

Evangelische Ethik, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Kurzbeschreibung des Promotionsvorhabens 

“More data is better data.” Im digitalen Gesundheitswesen zeigt sich, dass nicht alle Menschen gleichermaßen in den Daten auftauchen. Prominent ist beispielsweise vom Gender Data Gap die Rede. Dies führt dazu, dass bestimmte Personen digital “unsichtbar” sind. Die vermeintlich einfache Lösung, mehr Daten zu sammeln, wird unter sozialanthropologisch-ethischen Gesichtspunkten auf ihre Kipppunkte hin befragt. In der Untersuchung menschlicher Visibilität, werden Voraussetzungen und Hintergründe von digitaler Unsichtbarkeit und deren Gegenpart, digitaler Exponiertheit, vorgestellt. Es soll schließlich ein ethisch-normativer Handlungskorridor des gerechten Sehens im Digitalen vorgeschlagen werden.