Analysen und Studien

Digitalisierung durch Corona?

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Digitalisierung durch Corona?

Die Digitalisierung stellt eine wesentliche Voraussetzung für neue flexible Arbeitsmodelle und mobile Arbeitsformen wie Homeoffice dar. Die deutsche Arbeitswelt zeichnete sich jedoch lange durch eine ausgeprägte Präsenzkultur aus. Während der Coronapandemie gewann die Nutzung von Homeoffice schlagartig an Bedeutung. In diesem Kontext beleuchtet das bidt die Verbreitung und Akzeptanz von Homeoffice in Deutschland vor und während der Coronapandemie.

Das bidt führte bisher vier repräsentative Kurzbefragungen Ende März 2020, Mitte Juni 2020, Anfang Februar 2021 sowie im Mai 2021 durch.

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Im Mai 2021 befanden sich 52 % der befragten Berufstätigen mindestens ab und zu im Homeoffice, ein Anstieg gegenüber vor der Pandemie um 17 Prozentpunkte. Der Wert liegt auch deutlich über dem Wert von März 2020 zu Beginn des ersten Lockdowns. Damals befanden sich 43 % der Befragten mindestens ab und zu im Homeoffice. Im Juni 2020 – nach einer Phase von Lockerungen – waren es 40 %. Mehrmals pro Woche im Homeoffice waren im Mai 2021 46 % der Berufstätigen. Ein Anstieg gegenüber der Zeit vor der Pandemie um 26 Prozentpunkte.

Aktuelle Publikationen

Die vierte Befragung (6. bis 28. Mai 2021) untersucht die Auswirkungen der am 23. April 2021 in Kraft getretenen Überarbeitung des Infektionsschutzgesetzes. Danach müssen Beschäftigte nun ein Homeoffice-Angebot der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber annehmen, wenn keine Gründe dagegensprechen.
Diese Verschärfung der Homeoffice-Regelungen hat gegenüber der letzten Befragung im Mai 2021 nur zu einer leichten Erhöhung der Homeoffice-Nutzung geführt: 52 % aller Befragten nutzen mindestens gelegentlich Homeoffice. Für die Zeit nach der Pandemie wünschen sich rund 55 % zumindest ab und zu von zu Hause aus arbeiten zu können, und halten dies bei ihren Tätigkeiten auch für möglich. Für eine deutliche Mehrheit ist daher auch ein geeignetes Homeoffice-Angebot bei einem Jobwechsel wichtig. Weitere betrachtete Themen sind die Zufriedenheit im Homeoffice, die Arbeitsplatzsituation im eigenen Zuhause sowie die wahrgenommene Einstellung der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber gegenüber Homeoffice.

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Die dritte Befragung (4. bis 8. Februar 2021) untersucht die Auswirkungen der am 27. Januar 2021 in Kraft getretenen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung. Danach sind Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber angehalten, die Nutzung von Homeoffice so weit wie möglich anzubieten. Gegenüber der letzten Befragung im Juni 2020 ist ein deutlicher Zuwachs der Homeoffice-Nutzung zu verzeichnen. 49 % aller Berufstätigen befinden sich mindestens ab und zu im Homeoffice. Bei 34 % aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wurde das Homeoffice-Angebot ausgeweitet, 26 % wollen dieses Angebot auch annehmen. Weitere untersuchte Themen sind das Homeoffice-Potenzial, die Art der ausgeübten Tätigkeiten sowie die Zufriedenheit im Homeoffice.

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Das bidt untersucht erstmals gesondert die Nutzung von Homeoffice in Bayern. Die Befragung fand ergänzend zur inhaltlich gleichen, zeitlich parallelen deutschlandweiten Befragung statt (5. bis 7. Februar 2021). So befinden sich in Bayern 55 % aller Berufstätigen mindestens ab und zu im Homeoffice – 16 Prozentpunkte mehr als vor der Coronapandemie. 77 % der Homeoffice-Nutzenden sind mit ihrer Situation im Homeoffice eher oder sehr zufrieden. Weitere untersuchte Themen sind das Homeoffice-Potenzial, die Art der ausgeübten Tätigkeiten sowie die Reaktion der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber auf die neue Arbeitsschutzverordnung.

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Mit einer zweiten repräsentativen Kurzbefragung (12. bis 15. Juni 2020) untersucht das bidt die Veränderung der Nutzung von Homeoffice nach dem ersten Lockdown während der Coronapandemie. Die Homeoffice-Nutzung geht gegenüber März 2020 leicht um 2 Prozentpunkte zurück. 40 % aller Berufstätigen befinden sich mindestens ab und zu im Homeoffice. Die Zufriedenheit mit der Situation im Homeoffice steigt leicht. So geben 85 % der Befragten an, mit der Situation im Homeoffice eher oder sehr zufrieden zu sein. Die Untersuchung beleuchtet zudem die Zufriedenheit je nach Haushaltssituation, Schwierigkeiten mit der im Homeoffice eingesetzten Technik und den Wunsch nach mehr Homeoffice nach der Coronapandemie.

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Der erste Lockdown während der Coronapandemie hat die Nutzung von Homeoffice als eine Maßnahme zur Eindämmung der Pandemie auf die politische Agenda gesetzt. Dies nahm das bidt zum Anlass, mit einer repräsentativen Kurzbefragung (27. bis 29. März 2020) die Auswirkungen des Lockdowns auf die Nutzung und Akzeptanz von Homeoffice in Deutschland zu untersuchen. Die Homeoffice-Nutzung steigt gegenüber vor der Coronapandemie um 8 Prozentpunkte. 43 % aller Berufstätigen arbeiten mindestens ab und zu von zu Hause aus. 39 % befinden sich sogar mehrmals pro Woche im Homeoffice. 81 % der Befragten sind mit ihrer Situation im Homeoffice eher oder sehr zufrieden. Weitere untersuchte Themen sind die Gründe dafür, warum Homeoffice bisher nicht genutzt wurde, die Vorbereitung der Arbeitgeberseite auf die erhöhte Homeoffice-Nutzung sowie der Wunsch nach mehr Homeoffice nach der Coronapandemie.

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