Drei interne Projekte am bidt zu den Folgen der Digitalisierung

Mit einem interdisziplinären Ansatz forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am bidt über Digitalisierungsstrategien sowie Fragen der Softwareentwicklung und Rechtspolitik.

  • Drei interne Projekte am bidt untersuchen Aspekte der digitalen Transformation
  • Die Forschungsvorhaben sind interdisziplinär angelegt

Die internen interdisziplinären Forschungsvorhaben am bidt gelten drei Themenfeldern und stehen unter fachlicher Leitung des bidt-Direktoriums:

Das Projekt „Digitalisierungsstrategien in Bund und Ländern“ wird einen systematischen Vergleich unterschiedlicher Herangehensweisen an die Digitalpolitik liefern. Es steht unter der fachlichen Leitung der Direktoriumsmitglieder Prof. Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung Tutzing, und Prof. Thomas Hess, Direktor des Instituts für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien an der LMU, und verbindet damit interdisziplinäre Perspektiven aus Politikwissenschaft und Wirtschaftsinformatik. Ziel ist es, Bewertungskriterien für erfolgversprechende politische Digitalisierungsstrategien zu identifizieren und darauf aufbauend Gestaltungsimpulse an die Politik zu formulieren. Mit einbezogen werden sollen dabei Good-Practice-Beispiele aus Deutschland, genauso wie internationale Modelle. Zum Projektteam gehören Katharina Brunner und Andreas Jager.

Im Projekt „Zum Verhältnis von Rechtspolitik und Ethik in der Digitalisierung“ werden ethische und rechtliche Grundsätze und Regularien beim Umgang mit KI und autonomen Systemen untersucht und Empfehlungen erarbeitet. Die fachliche Leitung liegt bei bidt-Direktoriumsmitglied Prof. Julian Nida-Rümelin, Inhaber des Lehrstuhls für Philosophie und politische Theorie an der LMU, und Prof. Eric Hilgendorf, Mitglied im bidt-Direktorium und Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität Würzburg. Im Zuge einer Strukturanalyse des Gesetzgebungsprozesses sollen mögliche Ansatzpunkte, aber auch eventuelle Hemmnisse für ethische Expertise aufgezeigt werden und die Voraussetzungen für eine gelungene interdisziplinäre Zusammenarbeit geklärt werden. In der Besetzung des Projektteams spiegelt sich die rechtswissenschaftliche und philosophische Expertise: Der Philosoph Klaus Staudacher arbeitet zusammen mit dem Juristen Nikolaus Bauer.

Was ist ethische Software? Im Projekt „Ethik in der agilen Softwareentwicklung“ wird ein Schema entwickelt, das eine normative wünschenswerte Ausgestaltung von Softwaresystemen ermöglichen soll. Ethische Fragestellungen werden systematisch und strukturiert in den Entwicklungsprozess technischer Systeme integriert. Softwareentwicklerinnen und -entwickler und Entscheidungsträger werden im normativ-konzeptionellen Design Thinking begleitet, um ethische Kernfragen zu lokalisieren, zu evaluieren, in technische Anforderungen zu übersetzen, und so ethisch angemessene Software zu entwickeln. Das Projekt steht unter der fachlichen Leitung von Prof. Julian Nida-Rümelin, Inhaber des Lehrstuhls für Philosophie und politische Theorie an der LMU, und Prof. Alexander Pretschner, Inhaber des Lehrstuhls für Software Engineering an der TU München und Vorsitzender des bidt-Direktoriums. Das Projektteam besteht aus Dr. Jan Gogoll, Severin Kacianka und Niina Zuber. Mehr

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