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Europa braucht ein eigenes Digitalisierungsmodell

Ein Gastbeitrag von bidt-Direktor Julian Nida-Rümelin im Tagesspiegel Background Digitalisierung & KI.

Der bidt-Direktor Julian Nida-Rümelin geht in seinem Gastbeitrag im Tagesspiegel Background der Frage nach Europas Agenda einer digitalen Transformation nach. Entgegen einer „Mechanisierung des Menschen“ und einer „Vermenschlichung der Maschinen“ wirbt er für einen digitalen Humanismus, in dem die Verantwortlichkeit von Menschen gestärkt wird und digitale Tools menschliche Kreativität und Leistungskraft unterstützen sollen. Einen solchen digitalen Humanismus im Blick sei die „an ökonomischer Prosperität und kulturell fundierter Humanität orientierte digitale Transformation“ in Europa sehr aussichtsreich.

Der europäische Weg soll „eine Alternative sowohl zum kommerzbetriebenen Silicon-Valley-Modell wie zur staatskontrollierten Digitalisierungsstrategie Chinas“ sein, so Nida-Rümelin. Während Digitalisierung-Trends, vor allem auf eine Vereinfachung des Alltagslebens abzielen, schreitet die Digitalisierung in den produktiven Kernen nur langsam voran. Er plädiert daher dafür, die hohe technik- und ingenieurwissenschaftliche Kompetenz Europas zu nutzen und die vor allem mittelständisch organisierten Unternehmen für die digitale Transformation zu gewinnen.