bidt-Veranstaltung zu Homeoffice

In einer neuen digitalen Veranstaltungsreihe beleuchtet das bidt den Digitalisierungsschub infolge der Corona-Pandemie. Wie sich dadurch bereits die Arbeitswelt verändert hat, ist Thema des ersten Live-Events zum Digitaltag 2020 am 19. Juni.

Im Zuge der Corona-Pandemie ist Homeoffice für viele alltäglich geworden. Wie eine Studie des bidt im April zeigte, war der Großteil der Heimarbeiterinnen und -arbeiter damit zufrieden und wünschte sich in der Zukunft mehr Homeoffice. Steht die Arbeitswelt nun vor einem „gewaltigen Wandel“, wie die Wochenzeitung Die Zeit in einer Titelgeschichte schrieb, in der sie sich auch auf die bidt-Studie bezog?

Die Erfahrungen mit dem Zuhausearbeiten und die möglichen Folgen daraus sind Thema der ersten bidt Werkstatt digital. „Wir wollen mit diesem Format Fragen und Themen aus der Gesellschaft aufgreifen, unsere Forschungsergebnisse vorstellen und die Möglichkeit eröffnen, sie weiterzudenken“, sagt Margret Hornsteiner, Abteilungsleiterin Dialog am bidt.

Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft werden das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Interaktive Elemente ermöglichen allen Teilnehmenden sich aktiv einzubringen.

Homeoffice ist nicht nur eine Frage der Organisationskultur. Sie führt auch zu neuen Führungskonzepten, stärkt die Digitalisierung und dadurch die Innovationsfähigkeit.

Dietmar Harhoff

Als „riesiges Experiment“ und als Chance, die Innovationsfähigkeit zu stärken, sieht Professor Dietmar Harhoff, Mitglied im bidt-Direktorium und Experte bei der ersten bidt-Werkstatt, den erzwungenen Wechsel von Millionen Berufstätigen ins Homeoffice. „Die Unternehmen mussten in der Coronakrise Modelle ausprobieren, die sie unter normalen Umständen nie realisiert hätten, weil die Bereitschaft dafür nicht da war.“ Für den Innovationsexperten ist klar, dass es kein Zurück zu den alten Mustern geben solle: Vielmehr müsse die Wirtschaft die Bereitschaft der Beschäftigten für digitale Arbeitsmodelle aufgreifen. „Homeoffice ist nicht nur eine Frage der Organisationskultur. Sie führt auch zu neuen Führungskonzepten, stärkt die Digitalisierung und dadurch die Innovationsfähigkeit.“

In diesem großen Feldversuch der Coronakrise haben sich die Menschen einen neuen Zugang zur Digitalisierung erschlossen.

Andreas Boes

Auch bidt-Direktoriumsmitglied Professor Andreas Boes wird an der bidt-Werkstatt teilnehmen. „Die Coronakrise macht deutlich, dass wir längst eine neue Phase der digitalen Transformation erreicht haben“, sagt der Sozialwissenschaftler. „Diese dreht sich um den Informationsraum, der auf der Basis des Internets entstanden ist. In diesem großen Feldversuch der Coronakrise haben sich die Menschen einen neuen Zugang zur Digitalisierung erschlossen. Es wurde deutlich, dass wir uns auf Basis des Internets einen neuartigen sozialen Handlungsraum geschaffen haben.”

Wie sich diese Erfahrungen auf die Arbeitswelt auswirken, ob etwa Homeoffice zur Normalität wird, wird eine der Fragen der Diskussionsrunde in der bidt-Werkstatt sein. Neben Andreas Boes und Dietmar Harhoff nehmen daran teil: Dr. Rahild Neuburger von der Ludwig-Maximilians-Universität München, Jens Prietzel von der IG Metall Bayern und Miriam Wohlfahrth, Geschäftsführerin und Gründerin des Unternehmens Ratepay.

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